Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH bündelt seit dem 1. Januar 2011 die Kompetenzen und langjährigen Erfahrungen von DED, GTZ und Inwent. Weitere Informationen erhalten Sie unter
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Berufliche Orientierung und Berufswahl-Vorbereitung chilenischer JugendlicherProjektkurzbeschreibung
Bezeichnung: Berufliche Orientierung und Berufswahl-Vorbereitung chilenischer Jugendlicher
AusgangssituationZu Beginn des Projekts suchte schätzungsweise die Hälfte aller Jugendlichen in Chile direkt im Anschluss an ihren Mittelschulabschluss einen Arbeitsplatz. Bei einigen Schulformen und abhängig vom örtlichen Ausbildungs- und Arbeitsplatzangebot waren es sogar zwei Drittel. Diesen Jugendlichen standen so gut wie keine Materialien zur beruflichen Orientierung zur Verfügung. Die wenigen Beratungsangebote, die in Schulen oder Jugendinformationszentren existierten, waren auf universitäre Laufbahnen ausgerichtet und haben diejenigen Jugendlichen, deren schulische Leistungen oder sozioökonomischer Hintergrund kein Studium erlaubten, tendenziell demotiviert. In den lokalen Arbeitsvermittlungsbüros wiederum gab es keine speziell für Jugendliche zugeschnittenen Orientierungshilfen. ZielDie Beratungsleistungen zur beruflichen Orientierung für chilenische Jugendliche sind verbessert. Jugendliche erhalten bessere Information über mögliche berufliche Werdegänge. Ihre Orientierungskompetenz für spätere berufliche Entscheidungen ist ausgebildet und gestärkt. VorgehensweiseDas Projekt arbeitete eng mit dem interministeriellen chilenischen Programm "Chilecalifica" zusammen. "Chilecalifica" hat zum Ziel, lebenslanges Lernen in der chilenischen Gesellschaft zu fördern. Es unterstützt den Aufbau von Qualifizierungsangeboten, insbesondere für bildungsferne Bevölkerungsgruppen. Darüber hinaus war der Aufbau besserer Abstimmungsmechanismen zwischen Arbeitsmarkt und Bildungssystem wesentlicher Inhalt der Projektarbeit. Das Projekt produzierte auf der Basis des deutschen Produktes „Joblab“ eine zielgruppengerechte CD mit Informationen über außeruniversitäre Aus- und Weiterbildungswege und über beispielhafte Werdegänge auf dem chilenischen Arbeitsmarkt. Darüber hinaus wurde das Programm – zusammen mit begleitendem didaktischem Material – den Beratungslehrern an Mittelschulen sowie Multiplikatoren in Jugendinformationszentren und lokalen Arbeitsverwaltungen zur Verfügung gestellt. Wirkungen – Was erreicht wurdeChilecalifica hatte mit der Software „Joblab Chile“ seiner Angebotspalette in der beruflichen Orientierung erstmals ein zielgruppenorientiertes, innovatives Instrument hinzufügt. Die Software wurde Jugendlichen über Schulen, die kommunale Arbeitsämter und über Jugendinformationszentren zur Verfügung gestellt. Mittelbegrenzungen verhinderten allerdings eine massive Vervielfältigung und Diffusion unter den Schülern. Die ersten 10.000 CDs wurden daher an Multiplikatoren weitergegeben mit der Maßgabe, sie möglichst zu kopieren und an andere Jugendliche zu verteilen. In einer Umfrage, die einen Monat nach Ablauf der Fortbildungen von einem unabhängigen Institut (Interdisziplinäres Programm für Bildungsforschung, PIIE) unter 45 Multiplikatoren durchgeführt wurde, bewerteten alle Befragten „Joblab“ als gut oder sehr gut. Fast 90 Prozent der Befragten gaben an, dass die Software ihren Zugang zu Informationen (zum Teil erheblich) verbessert. Alle waren mit der CD zufrieden; mehr als die Hälfte gab an, sehr zufrieden zu sein. Vielfach wurde geäußert, dass „Joblab“ hervorragend dazu beiträgt, dass Jugendliche sich mit ihrer beruflichen Zukunft ausführlich auseinandersetzen. Die Beratungslehrer bestätigten, durch das bereitgestellte Material über mehr Informationen zu verfügen und Zeit und Aufwand zu sparen. Außerdem äußerten sie, dass die CD dazu beiträgt, berufliche Bildung stärker publik zu machen und zu bewerben. Die in der gleichen Studie befragten 125 Jugendlichen bestätigten mit großer Mehrheit, dass das Programm ihnen die Augen über alternative Ausbildungswege zum Universitätsstudium geöffnet hat. Fast 85 Prozent gaben an, dass sie mit „Joblab“ vorher unbekannte Qualifizierungsangebote kennengelernt haben. Dies lässt auch Rückschlüsse auf die schulischen Beratungsinhalte vor und nach der Einführung von „Joblab“ zu. Weitere Informationen
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