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Themen > Wirtschaft und Beschäftigung > Berufliche Bildung und Arbeitsmarkt > IKT in der beruflichen Bildung > Ansatz

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E-Mail: frank.dubert@gtz.de

Berufsorientierung

Kinder und Jugendliche bei Einweisung mit Laptops. © GTZ 2004.

Der Übergang von der Industriegesellschaft zur Wissens- und Informationsgesellschaft schafft auch in Schwellen- und Entwicklungsländern eine Umbruchssituation, die die Lebens- und Arbeitswelten bereits erheblich verändert hat. Die Perspektive eines langfristigen stabilen Arbeitsplatzes ist nicht mehr zuverlässig. Die Fähigkeit, flexibel und angemessen auf sich stetig verändernde berufliche Anforderungen zu reagieren, wird damit zu einer wesentlichen Kompetenz. Berufliche Orientierung kann diese Kompetenz fördern, indem sie Jugendlichen Informationsquellen aufzeigt und sie dazu anregt, ihre Interessen und Möglichkeiten mit dem Arbeitsmarktbedarf abzugleichen.

Moderne Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) können diesen Prozess wesentlich unterstützen, da sie den breitenwirksamen Zugang zu Information ermöglichen. Insbesondere Jugendliche haben großes Interesse an Computern und am Internet und nutzen diese Möglichkeiten oft, um spielerisch zu lernen.

Die persönliche Berufsfindung ist in der Regel keine spontane Entscheidung, sondern ein Prozess. Dieser Prozesscharakter steht bei zielgruppenorientierter Software wie Joblab© im Mittelpunkt. Sie sensibilisiert Jugendliche für die Entscheidungskriterien und weist auf weitere Informationsquellen und Beratungsangebote hin. Auch ermöglicht sie es, die eigenen Fähigkeiten, Möglichkeiten und Interessen intensiv und wiederholt zu erkunden und Berufs- und Tätigkeitsfelder zu finden, die diesen entsprechen.

Das in Deutschland entwickelte Programm zur beruflichen Orientierung Joblab© wird derzeit in Projekten der Technischen Zusammenarbeit (TZ) in China, Chile und Uganda an die landesspezifische Situation und den Informationsbedarf der jeweiligen Zielgruppe angepasst.

In diesem Zusammenhang macht es das Programm erforderlich, Verbindungen zwischen Ausbildungsinhalten und Arbeitstätigkeiten herzustellen. Diese Information ist in vielen Ländern derzeit nicht verfügbar, da Qualifizierungsangebote relativ abgekoppelt von den Beschäftigungssystemen existieren.

Schließlich stellt die Existenz der Software für die Partnerinstitutionen der Projekte einen Anlass dar, berufliche Orientierung als Beratungsangebot für Schulabgänger zu etablieren.

Die Projekte der TZ erbringen Beratungsleistungen bei der landesspezifischen Anpassung der Software. Das gilt insbesondere für das Erstellen von Zielgruppenstudien, die Sammlung und Produktion der job- und qualifizierungsspezifischen Inhalte sowie das Erstellen von Video- und Audiomaterial. Sie erarbeiten Begleitmaterialien für die Arbeit der erwachsenen Multiplikatoren mit der Software. Auch für traditionelle Methoden und Instrumente der beruflichen Orientierung wird eine konzeptionelle Beratung geleistet.

Informationen zu Joblab© - der Software zur beruflichen Orientierung - finden Sie unter:



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