Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH bündelt seit dem 1. Januar 2011 die Kompetenzen und langjährigen Erfahrungen von DED, GTZ und Inwent. Weitere Informationen erhalten Sie unter
www.giz.de.
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Qualifizierung und ArbeitsmarktDer Prüfstein für die Relevanz beruflicher Bildung ist produktive Beschäftigung für die Absolventen. Fachkräftemangel bei gleichzeitig hoher Arbeitslosigkeit ist jedoch symptomatisch für viele unserer Kooperationsländer. Der Grund dafür liegt neben demographischen Entwicklungen vor allem in der Heterogenität von Wirtschaftsstrukturen. Einerseits gibt es traditionell Handwerk und Handel, gleichzeitig etabliert sich der moderne Industrie- und Dienstleistungsbereich. Oft gehen bestehende Berufsbildungssysteme nicht auf diese Vielschichtigkeit ein. Außerdem sind die Arbeitsmärkte häufig intransparent und verhindern so ein Zusammenkommen von Angebot an Fachkräften und Nachfrage des Arbeitsmarktes. Das bedeutet, die Inhalte beruflicher Bildung stimmen nicht mit den Bedarfen der Betriebe in allen Bereichen überein. Qualifizierung ist eine unabdingbare Voraussetzung für wirtschaftliches Wachstum. Sie allein schafft jedoch keine Arbeitsplätze. Länderspezifische Beratungen dazu, wie Leistungsfähigkeit und Marktorientierung vorhandener Berufsbildungssysteme gesteigert werden, können Qualifizierungsangebote am Bedarf der Wirtschaft ausrichten. Ergänzt man diese Maßnahmen durch Strategien der Beratung und Vermittlung am Arbeitsmarkt, trägt dies wesentlich zum Abbau struktureller Arbeitslosigkeit und zu mehr Transparenz bei. Die nachhaltige Umsetzung arbeitsmarktorientierter Berufsbildungssysteme unterstützen wir durch fachliche Beratung bei der Formulierung entsprechender Politiken, der Gestaltung des Rechtsrahmens, der Einführung innovativer Finanzierungsmechanismen, der Entwicklung praxis- und arbeitsprozessorientierter Qualifizierungsangebote sowie durch den Zugang zu internationalem Erfahrungsaustausch. Wir unterstützen Länder bei der Ausgestaltung der Rollen von Staat, Wirtschaft und Zivilgesellschaft und fördern Prozesse der Dezentralisierung oder Privatisierung dort, wo dies kundenfreundlichere Dienstleistungen ermöglicht. Einen weiteren Schwerpunkt bildet die Qualifizierung der Akteure, angefangen beim Ausbildungs- und Beratungspersonal bis hin zum Management sowohl bei lokalen als auch bei nationalstaatlichen politischen Entscheidungsträgern. Der Aufbau von Arbeitsmarktinformationssystemen und die Einrichtung von Beratungs- und Vermittlungsinstanzen sind weitere Bausteine, um berufliche Qualifizierung in Beschäftigung münden zu lassen. Damit stellen wir in hohem Maße sicher, dass Partnerländer den Anforderungen einer arbeitsmarktorientierten beruflichen Bildung gerecht werden können. Weitere Information zum Thema:
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