GIZ - Deutsche Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit

GTZ ist jetzt die GIZ - Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit

Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH bündelt seit dem 1. Januar 2011 die Kompetenzen und langjährigen Erfahrungen von DED, GTZ und Inwent. Weitere Informationen erhalten Sie unter
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Ergebnisse

Arbeitsmarktrelevante Qualifizierung und funktionierende Dienstleistungen an Arbeitsmärkten führen dazu, dass Menschen ihre Beschäftigungsfähigkeit entwickeln oder erhalten und Kompetenzen für ihre Teilhabe am gesellschaftlichen Leben erwerben. Sie ermöglichen Betrieben, rationale Personalentscheidungen zu treffen und ein nachhaltiges Personalmanagement aufzubauen. Berufsbildungs- und Arbeitsmarktpolitik bilden wesentliche Bestandteile der Beschäftigungspolitik. Eine kohärente Beschäftigungspolitik trägt wesentlich zur Attraktivität eines Landes als Wirtschaftsstandort bei und schafft Voraussetzungen für Innovation, Wettbewerbsfähigkeit und wirtschaftliches Wachstum von Ländern und Regionen.

Konkrete Ergebnisse unserer Arbeit belegen dies:

  • Seit dem Ende der Apartheid in Südafrika ist mit der langjährigen Unterstützung durch die GIZ (ehemals GTZ) ein nationales Qualifikationsrahmenwerk für lebenslanges Lernen entstanden. Es ermöglicht Menschen ohne formale Bildung den Einstieg in lebenslanges Lernen, erlaubt Umstiege in neue Beschäftigungsbereiche unter Mitnahme bereits erworbener Kompetenzen oder die Weiterqualifizierung im ursprünglichen Qualifikationsbereich. Mit seiner modularen Struktur und der Zertifizierung auf allen Ebenen weist es die Flexibilität auf, die insbesondere arme Menschen für Einstieg in das und Weiterkommen  im Arbeitsleben benötigen. Unter Nutzung dieses Referenzrahmens sind Förderprogramme für den formalen und informellen Arbeitsmarkt entstanden, ergänzt durch Technologietransfer für Klein- und Mittelbetriebe. Das makroökonomische Ergebnis kann sich sehen lassen: Die südafrikanische Wirtschaft ist in den globalen Wettbewerb eingegliedert und die Arbeitslosigkeit ist reduziert.

  • Das chilenische Berufsbildungssystem hat sich von seiner ursprünglich zentralistischen, staatsdominierten Struktur zu einem dezentralen Ansatz gewandelt. Der Staat behält seine Regulierungs- und Qualitätssicherungsfunktion und sorgt für landesweit anerkannte Abschlüsse in der Aus- und Weiterbildung. Regionen und Kommunen haben nun eine wesentliche Rolle darin, Qualifizierung so zu gestalten, dass sie Menschen und Wirtschaft am besten zusammenbringt. Diese Dezentralisierung hat in der Zeit nach der Militärdiktatur den Dialog zwischen Staat, Wirtschaft und zivilgesellschaftlichen Gruppen intensiviert und dabei den wirtschaftlichen Aufschwung unterstützt. Unsere Beratungsleistungen hatten hieran wesentlichen Anteil.

  • Berufsbildungszusammenarbeit mit Indien hat eine jahrzehntelange Tradition. Die Erstellung von Lehr- und Lernmitteln oder Technologiekompetenzzentren mit Beratung, bedarfsgerechten Qualifizierungsangeboten und technischen Dienstleistungen für kleine und mittlere Unternehmen standen lange im Mittelpunkt und haben zu „Etappensiegen“ in der arbeitsmarktgerechten beruflichen Qualifizierung geführt. Die indische Regierung baut darauf auf und setzt nun auf eine radikale Reform ihres gesamten Berufsbildungs- und Arbeitsmarktsystems unter maßgeblicher Beteiligung des Privatsektors. Im Mittelpunkt stehen die nachhaltige Unterstützung der boomenden Wirtschaft, breitenwirksames Wachstum und Positionierung auf internationalen Arbeitsmärkten angesichts eines längerfristigen Arbeitskräfteüberschusses. Hierzu hat sie erhebliche Mittel bereitgestellt. Auch hat sie auf höchster politischer Ebene eine Fortsetzung der indisch-deutschen Zusammenarbeit angefragt und bemüht sich gleichzeitig um ein verstärktes Engagement deutscher Firmen in der Berufsbildung Indiens – ein gutes Beispiel, dass sich erfolgreiche Zusammenarbeit auch über das Ende der Entwicklungszusammenarbeit fortsetzen kann.


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