GIZ - Deutsche Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit

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Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH bündelt seit dem 1. Januar 2011 die Kompetenzen und langjährigen Erfahrungen von DED, GTZ und Inwent. Weitere Informationen erhalten Sie unter
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Qualifizierung nach Konflikten und Naturkatastrophen

Der Genozid in Ruanda, der Zerfall Jugoslawiens oder der Tsunami an den Küsten Südostasiens zeigen: Gewaltsam ausgetragene Konflikte sind, wie auch Naturkatastrophen, traumatische Erfahrungen. Sie machen nicht nur wirtschaftliche Erfolge zunichte und zerstören soziale Netze. Häufig bricht auch die äußere Ordnung zusammen. Die traumatisierten Überlebenden sind zunächst nicht in der Lage, ihr Schicksal in die eigene Hand zu nehmen.

Hier müssen Rahmenbedingungen für positive Entwicklung geschaffen werden: Zunächst muss das Überleben gesichert und die zerstörte Infrastruktur wieder aufgebaut werden. Die unmittelbar notwendige Hilfe baut auf lokalem Wissen und lokalen Ressourcen auf und schließt die vor Ort entstandenen Lücken. Der Übergang zu nachhaltigen Entwicklungsprozessen in Wirtschaft und Gesellschaft ist fließend.

Der Wiederaufbau der physischen und besonders der sozialen, politischen und wirtschaftlichen Infrastruktur kann häufig nicht aus eigener Kraft bewältigt werden. Aus- und Weiterbildungssysteme spielen dann für den Erfolg des Wiederaufbaus eine entscheidende Rolle, wenn sie Kompetenzen vermitteln, die für friedliche soziale und ökonomische Strukturen unmittelbar notwendig sind.

In Postkonfliktsituationen tragen wir durch einen ganzheitlichen Ansatz bei zu Aufbau und Erweiterung von Kompetenzen. Entwicklung von Fachwissen und Handlungsfähigkeit verbessern die Überlebenssituation der Betroffenen rasch.

Die Berufsbildungszusammenarbeit muss jedoch auch integrativ und präventiv wirken. So können sich zerstörte soziale Beziehungen in Dörfern neu entwickeln, indem Wiederaufbaumaßnahmen gemeinsam von ehemaligen Konfliktparteien durchgeführt werden.

Wir unterstützen dabei, qualifizierte Fachkräfte zu identifizieren und als Multiplikatoren aus- und fortzubilden. In Nothilfesituationen bezieht sich dies sowohl auf technische Kompetenzen (Aufbau von Unterkünften für Obdachlose, Wiederaufbau öffentlicher Einrichtungen oder von Verkehrs- und Versorgungsinfrastruktur) als auch auf Managementfähigkeiten und soziale Kompetenzen (Kommunikation mit traumatisierten Menschen, die gesellschaftliche Integration Angehöriger von Milizen oder die Kooperation mit ehemaligen Gegnern). Da Frauen häufig zusätzlicher Gewalt ausgesetzt sind und ihre Erlebnisse oft anders verarbeiten als Männer, gestalten wir die Maßnahmen genderspezifisch. Wir stärken darüber hinaus Netzwerke aller am nachhaltigen Aufbau beteiligter Personen in Verwaltung und Wirtschaft und ermutigen zur Zusammenarbeit, auch über bestehende Konfliktlinien hinweg.

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