Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH bündelt seit dem 1. Januar 2011 die Kompetenzen und langjährigen Erfahrungen von DED, GTZ und Inwent. Weitere Informationen erhalten Sie unter
www.giz.de.
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Informalität von Wirtschaft und ArbeitDie informelle Wirtschaft entzieht sich in hohem Maße staatlichen Regelungen. Gleichwohl ist sie ein wichtiger Faktor der ökonomischen, sozialen und politischen Stabilität nicht nur in Krisen- und Konfliktländern. Auch in Kooperationsländern mit wachsenden Volkswirtschaften führen Strukturveränderungen und Modernisierung häufig dazu, dass Beschäftigung in der formalen Wirtschaft stagniert oder sogar abnimmt. Dieser wichtige Teil wirtschaftlicher Produktivität trägt nicht selten den Stempel des Illegalen. Abhängig Beschäftigte und Selbständige scheuen den Kontakt mit staatlichen Stellen, wenn sie Beratung oder Training benötigen. Sie fürchten Kontrollen und Sanktionen. Angebote der formalen beruflichen Bildung sind selten auf ihre Bedarfe zugeschnitten. Sie sind zu lang, zu teuer und räumlich wie thematisch „zu weit weg“. Vor allem für Frauen ist der Zugang zu Qualifizierung oft schwierig: Ihre Rolle als Haushaltsvorstand oder kulturelle Tabus schränken ihre Mobilität und Teilhabe am öffentlichen Leben häufig ein. Besonders sie sind den Veränderungen der Märkte, behördlicher Willkür, prekären Arbeitsverhältnissen und körperlicher Ausbeutung ausgesetzt. Armutsminderung setzt bei der Stärkung derjenigen Menschen an, die in der informellen Wirtschaft arbeiten. Eine Steigerung ihrer Produktivität schafft spürbare Einkommenswirkungen. Berufliche Bildung kann überdies dazu beitragen, die informelle an die formale Wirtschaft anzukoppeln. Klein- und Kleinstbetriebe – selbst wenn sie weiterhin informell bleiben – spielen als Zulieferer eine wichtige Rolle in Wertschöpfungsketten. Angepasste Management- und Technologiekompetenz sind hierzu wichtige Voraussetzungen. Sind Qualifizierung und Beratung für alle Menschen in unterschiedlichen Lebenslagen und -abschnitten erreichbar und erschwinglich, ermöglichen sie nicht nur ökonomische Teilhabe und Nutzung produktiver Potenziale. Sie stärken ebenfalls die Fähigkeit der Menschen, sich in informellen Netzwerken der Arbeitsvermittlung zurechtzufinden, ihre Interessen angesichts informeller Arbeitsverhältnisse zu artikulieren oder formale Bildungsangebote nutzen zu können. Weitere Information zum Thema:
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