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Themen > Wirtschaft und Beschäftigung > Armut und Wachstum > Migration und Entwicklung > Brain Drain aus Afrika?

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Brain Drain aus Afrika? - Emigrieren die besten Köpfe in den Norden?

Dr. Hans-Werner Mundt, Seniorberater bei der GIZ, hat in dem Sammelband „Herausforderung Afrika - Gesellschaft und Raum im Wandel“ einen Beitrag zu den Auswirkungen der Wanderungsbewegungen von Afrikaner/innen nach Europa verfasst.

Der Artikel befasst sich mit der Wanderung hochqualifizierten Gesundheitspersonals aus den Ländern Sub-Sahara Afrikas nach Europa. Dieses Thema ist besonders brisant, weil auch in entwickelten Ländern ein extremer Mangel an Gesundheitspersonal besteht, der die Abwanderung aus Afrika zusätzlich begünstigt.. So arbeiten beispielsweise 37 Prozent der in Südafrika ausgebildeten Ärzte in OECD-Ländern. Eine solch hohe Anzahl hat verheerende Auswirkungen auf die Entwicklung unserer Partnerländer. Die niedrige Zahl an Fachkräften in den dortigen Gesundheitssystemen trägt dazu bei, dass sich in einigen Ländern der Gesundheitszustand der Bevölkerung weiter verschlechtert.

Mundt empfiehlt in seinem Artikel, mehr Fachkräfte in Entwicklungsländern auszubilden. Im Falle einer Auswanderung sollten sich die Migrant/innen an ihren Ausbildungskosten beteiligen, die ansonsten von der Allgemeinheit getragen werden müssen. Ein weiterer Vorschlag ist, die Zuwanderungsregeln aufnehmender Länder so zu gestalten, dass Migrant/innen auch für längere Zeitabschnitte in ihr Herkunftsland zurückkehren können, ohne ihren Aufenthaltsstatus zu verlieren. Dies gäbe Herkunftsländern die Möglichkeit, mit temporär, vielleicht sogar dauerhaft zurückkehrenden Fachkräften zu rechnen.

Neben dem Artikel zu den Migrationsbewegungen aus Afrika enthält der Sammelband 26 Beiträge zu den Themen Gesundheit und Sicherheit, wirtschaftliche Entwicklung, Migration und Bevölkerung, Umwelt und Verkehr sowie der Bildung und dem Afrika-Bild in den Medien. Sie zeichnen ein realistisches Bild des afrikanischen Kontinents. So sind neben Problembefunden auch Perspektiven und ein erstaunliches Engagement für Afrika zu entdecken. Ebenso wird der kritische Diskurs zur Entwicklungspolitik aufgegriffen und weiterentwickelt.

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