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Handelspolitik und Handelsförderung
Die zunehmende Integration der Weltwirtschaft geht mit einer starken Steigerung des Güter- und Dienstleistungshandels einher. Handelsbarrieren werden schrittweise abgebaut. Dieser Prozess schafft große Chancen für Exporte und Wirtschaftswachstum, auch in Entwicklungsländern. Die Gewinne aus der Globalisierung werden jedoch asymmetrisch verteilt. Besonders die Gruppe der am wenigsten entwickelten Länder (LDCs) konnte bisher kaum von der Handelsliberalisierung profitieren. Kleinunternehmer und Bauern in LDCs sind kaum in der Lage, effektiv am Prozess der globalen wirtschaftlichen Integration teilzunehmen. Die Hoffnungen auf substantielle Fortschritte in der multilateralen Handelsrunde der Welthandelsorganisation (WTO) schwinden, und Entwicklungsländer müssen am meisten darunter leiden. Gleichzeitig wird heute weithin anerkannt, dass eine noch stärkere Handelsliberalisierung allein nicht automatisch zu Wohlfahrtssteigerungen für alle Länder führen würde. Das Programm Handel wurde vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) gegründet, um weltweit Partner dabei zu unterstützen, die Chancen aus dem globalen Handel besser zu nutzen. Es ist wichtig, dass Entwicklungsländer sowohl in der Verhandlungs- als auch in der Implementierungsphase die Auswirkungen von Handelsabkommen analysieren. Handelsliberalisierung kann wichtige wirtschaftliche und institutionelle Reformen in Entwicklungsländern auslösen. Diese Prozesse erfordern jedoch eine sorgfältige Steuerung, auch hinsichtlich der zeitlichen Reihenfolge. Was noch wichtiger ist: Unsere Partner müssen ihre Fähigkeiten stärken, effektiv am regionalen und internationalen Handel teilzunehmen. Sie müssen ihre Exporte diversifizieren, Gesundheits- und Qualitätsstandards einhalten, die Wertschöpfung ihrer Exportprodukte erhöhen und unnötige Bürokratie im Handelsbereich überwinden. Das Programm Handel unterstützt das BMZ dabei, innovative Beratungsansätze und Themen im Bereich Handel und Entwicklung aufzuarbeiten und zu verbreiten. Darüber hinaus hat das BMZ im Jahr 2002 den Fonds „Handelspolitik und Handelsförderung“ aufgelegt, der auch unter dem Namen „Monterrey Fonds“ bekannt ist. Der Monterrey Fonds zielt darauf ab, handelsbezogene Maßnahmen in Entwicklungsländern zu finanzieren. Der Fonds wird vom Programm Handel verwaltet. Bis heute wurden ca. 25 Handelsprojekte weltweit durchgeführt. „Cotton made in Africa“, eine große Public-Private-Partnership Initiative mit dem Ziel, die Einkommen von Baumwollbauern in Afrika zu steigern, wird in der GTZ von dem Programm Handel unterstützt. Der Ansatz fördert eine enge Kooperation aller Akteure der Wertschöpfungskette im Baumwollsektor. Detailierte Informationen zum Thema "Handel"
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