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Migration und Entwicklung

Migration gab es zu allen Zeiten in fast allen Teilen der Erde. Seit 1970 hat sich die Zahl der Menschen, die als internationale Migranten außerhalb ihres Herkunftslandes leben, von 82 Millionen auf fast 200 Millionen erhöht. Dies entspricht etwa drei Prozent der Weltbevölkerung. Etwa die Hälfte dieser Menschen sind Frauen; Migration ist also längst keine Männerdomäne mehr.

Rund 60 Prozent der Migranten leben in Industrieländern. Die meisten von ihnen engagieren sich wirtschaftlich, kulturell, sozial oder politisch in ihren Herkunftsländern und tragen so zur dortigen Entwicklung bei. Die bekanntesten Beispiele entwicklungsfördernder Beiträge von Migranten sind Geldüberweisungen, auch Remittances genannt, an ihre Familien und die Unterstützung verschiedener Projekte in ihren Herkunftsregionen (unter anderem in den Bereichen Bildung, Gesundheit, Infrastruktur). Im Jahr 2006 betrugen diese Überweisungen über 300 Milliarden US-Dollar, ungefähr das Dreifache der internationalen öffentlichen Entwicklungshilfe im gleichen Jahr.

Die deutsche Entwicklungszusammenarbeit hat das Potenzial der Migranten erkannt und trägt dazu bei, die positiven Effekte der Migration gezielt zu fördern. Zugleich wirkt sie daran mit, die negativen Auswirkungen der Migration für die Entwicklung der Herkunftsländer zu mildern.



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