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Armut, Wachstum und VerteilungZurzeit leben weltweit etwa 800 Millionen Menschen in Armut. Die Ursache liegt im Wesentlichen in einem fehlenden Zugang der Armen zu wirtschaftlichen Ressourcen wie Kapital, Bildung, Land und Information. Vor diesem Hintergrund hat sich die Staatengemeinschaft im Rahmen des Millenniumsgipfels 2000 dazu verpflichtet, bis zum Jahre 2015 den Anteil der extrem armen Bevölkerung in der Welt zu halbieren. Ob dieses Ziel erreicht werden kann, hängt entscheidend von der Dynamik des wirtschaftlichen Wachstums in Entwicklungsländern ab. Denn wirtschaftliches Wachstum stellt eine wichtige, aber nicht die allein ausschlaggebende Voraussetzung zur Reduzierung von Armut dar. In einer Marktwirtschaft ist der Staat zum einen dafür verantwortlich, günstige Bedingungen für die Entwicklung des Privatsektors zu schaffen. Zum anderen hat er die Aufgabe, der (potentiell) erwerbsfähigen Bevölkerung bessere Chancen für den Marktzugang zu ermöglichen (Bildung, Eigentumsrechte, Kredite etc.) bzw. eine ungleiche Verteilung von Marktergebnissen durch geeignete Maßnahmen der sozialen Sicherung zugunsten der Armen zu korrigieren. Nur so kann sichergestellt werden, dass der Wachstumsprozess breitenwirksam ist, d.h. auch die benachteiligten Bevölkerungsschichten daran teilhaben können (pro poor growth). Vor diesem Hintergrund unterstützt die GTZ ihre Partnerländer darin, die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen zu verbessern, Förderstrukturen und Netzwerke aufzubauen, armutsorientierte und nachhaltige Finanzsysteme zu entwickeln sowie regionale Wirtschaftskreisläufe zu stärken. Dadurch sollen vor allem arme Bevölkerungsgruppen Lohnarbeit oder selbständige Tätigkeiten ausüben können.
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