GIZ - Deutsche Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit

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Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH bündelt seit dem 1. Januar 2011 die Kompetenzen und langjährigen Erfahrungen von DED, GTZ und Inwent. Weitere Informationen erhalten Sie unter
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Themen > Wirtschaft und Beschäftigung > Migration und Entwicklung > Migration und Entwicklung > Hintergrund

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Weitere Informationen zu diesem Thema erhalten Sie von:
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Tel.: +49 (0) 6196 79-2684
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Hintergrund

Äthiopierin in deutscher Botschaft in Addis

Menschen verlassen ihre Heimat auf der Suche nach besseren Lebens- und Arbeitsbedingungen. Derzeit leben über 200 Millionen Menschen außerhalb ihrer Herkunftsländer, etwa die Hälfte von ihnen in Nordamerika und Europa. Viele Menschen migrieren jedoch auch zwischen den Entwicklungsländern – eine Süd-Süd-Migration.

 Die internationale Staatengemeinschaft sieht immer stärker die Chancen der Migration: Haben sich Migranten in den Aufnahmeländern etabliert, schicken viele regelmäßig Geld nach Hause. Diese Geldüberweisungen machen mehr als das Doppelte der offiziellen Entwicklungshilfe aus. In Krisenzeiten wird aus Solidarität sogar mehr geschickt. Das Geld ermöglicht den Schulbesuch der Kinder, ärztliche Behandlungen, steht für unvorhergesehene Ausgaben zur Verfügung oder dient als Startkapital für den eigenen Betrieb.

Vereine von Migranten gleicher Herkunft, so genannte Diasporagemeinschaften, initiieren aus den Aufnahmeländern heraus oft gemeinnützige Aktivitäten: Sie sorgen für Wissenstransfer zwischen ihrer neuen und alten Heimat, kümmern sich um Universitätskooperationen und verbessern die Lebensumstände der Menschen in ihren Herkunftsländern. Zahlreiche Migranten engagieren sich privatwirtschaftlich durch Unternehmensgründungen, im Handel oder durch Firmenkooperationen. Diese Aktivitäten stärken die lokale Wirtschaft sowie die soziale Infrastruktur. Das in der Fremde gewonnene Know-how kommt so ihrem Herkunftsland wieder zugute.

Auch für die Aufnahmeländer sind die positive Wirkungen sichtbar: Migranten stellen die hohe Produktivität überalternder Gesellschaften sicher und schaffen neue Handelsverbindungen zwischen Aufnahme- und Herkunftsländern. Ihre Sprach- und Landeskenntnis nutzt der Wirtschaft in Herkunfts- wie Aufnahmeländern.

Migration kann für Migranten, Herkunfts- wie Aufnahmeländer von Vorteil sein – eine Triple-Win-Situation. Der Ausschöpfung dieses Potenzials stehen in der Praxis jedoch zahlreiche Hindernisse im Wege, welchen sich die GIZ annimmt.

Auch die Europäische Union hat Migration zu einem wichtigen Thema in ihren Außenbeziehungen gemacht. Für die Ausgestaltung des Themenfeldes Migration und Entwicklung, die Förderung legaler Migration und die Bekämpfung irregulärer Migration stellt sie immer mehr finanzielle Mittel zur Verfügung.

Der „High Level Dialogue on International Migration“ der Vereinten Nationen führt seit 2006 regelmäßige Konferenzen zur Förderung des internationalen Austausches durch. In Deutschland setzt sich das BMZ für eine stärkere Kohärenz zwischen Migrations- und Entwicklungspolitik ein und nutzt den neuen Ansatz im Rahmen von Vorhaben der Entwicklungszusammenarbeit.


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