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Themen > Nachhaltige Infrastruktur > Wasser > Nachhaltige Sanitärversorgung / ecosan

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Dr. Elisabeth von Muench
Tel.: +49 6196 79-4221
Fax: +49 6196 79-804221
E-Mail: ecosan@gtz.de

Ökologische Abwasser- und Sanitärkonzepte

Ökologische Sanitärversorgung (deutsch für „ecological sanitation“, nachfolgend „ecosan“ genannt) ist ein neues Paradigma in der Siedlungswasserwirtschaft. Es betrachtet menschliche Ausscheidungen (Urin und Kot) und häusliche Abwässer als Wertstoffe, die zurückgewonnen, wenn nötig behandelt und schließlich wiederverwertet werden können.

Im Idealfall erlauben ecosan-Systeme die vollständige Rückgewinnung oder Produktion von Nährstoffen (Düngern), Bodenverbesserern (Kompost) und Energie (Biogas) aus dem Abwasser und den Fäkalien. Wenn sie entsprechend behandelt werden, können diese Wertstoffe gemäß den Richtlinien der Weltgesundheitsorganisation (WHO) aus dem Jahr 2006 sicher in der Landwirtschaft eingesetzt werden. Ecosan-Systeme haben dementsprechend großes Potenzial für die Entwicklungszusammenarbeit: Ihr Einsatz führt nicht nur zu mehr Nachhaltigkeit bei Sanitärversorgung und Abwassermanagement; sie tragen darüber hinaus zur Erhaltung der Bodenfruchtbarkeit und zur langfristigen Ernährungssicherung bei. Zusätzlich vermeiden sie die Verschwendung der knapper werdenden Ressourcen Wasser und Phosphor.

Technische Ausführungen des ecosan-Ansatzes sind extrem vielfältig,  beispielsweise Urinseparations-Trocknungs-Toiletten (UDDTs), Kompost-Toiletten, Pflanzenkläranlagen, Regenwassernutzung, Vakuum-Kanalisation und viele mehr.

Das im Auftrag des BMZ durchgeführte ecosan Programm der GTZ hat seit seinem Beginn im Jahr 2001 großes internationales Ansehen gewonnen. Dank der Bestrebungen der GTZ und anderen Organisationen setzen sich ecosan-Systeme zunehmend als mögliche Option für nachhaltige Sanitärversorgung - nicht nur in Entwicklungsländern - durch.

Urinseparationstrocknungstoiletten in der Muyogoro Grundschule in Ruanda, © GTZ ecosan 2007

Kurzbeschreibung des GTZ ecosan Programms
de-ecosan-topicsheet-2009.pdf, 1,33 MB (deutsch)


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