Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH bündelt seit dem 1. Januar 2011 die Kompetenzen und langjährigen Erfahrungen von DED, GTZ und Inwent. Weitere Informationen erhalten Sie unter
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Dr. Elisabeth von Muench Tel.: +49 6196 79-4221 Fax: +49 6196 79-804221 E-Mail: ecosan@giz.de |
Nachhaltige Sanitärversorgung - ecosanSeit Mai 2001 führt die GIZ (ehemals GTZ) ein internationales ecosan-Programm durch. Dies geschieht im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ). Im Jahr 2009 wurde dieses Programm umbenannt in "Nachhaltige Sanitärversorgung - ecosan", um die Aspekte der Nachhaltigkeit noch stärker zu betonen. Ökologische Sanitärversorgung (deutsch für „ecological sanitation“, nachfolgend „ecosan“ genannt) ist ein neues Paradigma in der Siedlungswasserwirtschaft, welches menschliche Ausscheidungen und häusliche Abwässer als Wertstoffe betrachtet, die zurückgewonnen, wenn nötig behandelt und schließlich wiederverwertet werden können: Ecosan-Systeme ermöglichen es, die Fäkalien und Abwasser enthaltenen Nährstoffen zurückzugewinnen und in der Landwirtschaft wiederzuverwenden. Sie tragen dazu bei, die Bodenfruchtbarkeit und damit die Ernährungssicherheit zu verbesern, während Verbrauch und Verschmutzung von Wasserressourcen minimiert werden. Zudem ist es möglich, aus Biogas-Systemen erneuerbare Energie zu gewinnen. Es ist offensichtlich, dass die Millenniumsentwicklungs-ziele (MDGs) der Vereinten Nationen mit konventionellen, entsorgungsorientierten Sanitärlösungen allein nicht erreicht werden können und dass alternative Lösungsansätze erforderlich sind. Die deutsche Entwicklungszusammenarbeit betrachtet ecosan als einen vielversprechenden Ansatz, der dazu beiträgt, die MDGs zu erreichen - nicht nur bei der sanitären Grundversorgung (MDG 7), sondern beispielsweise auch Kindersterblichkeit und Schulbildung betreffend. Ecosan-Systeme sind nicht gleichbedeutend mit einer bestimmten Technologie, ecosan ist vielmehr eine Denkweise. Sie umfasst diverse Technologien wie Urinseparations-Trocknungstoiletten (UDDTs), Kompostierung, Regenwassernutzung, Pflanzenkläranlagen, Vakuum-Kanalisation, Biogasreaktoren und viele mehr.
Kurzbeschreibung des ecosan-Programms der GIZ
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Aktuellesakzente 3-4/2010: Wasser
GTZ-Magazin akzente, Ausgabe 3-4/2010 |