Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH bündelt seit dem 1. Januar 2011 die Kompetenzen und langjährigen Erfahrungen von DED, GTZ und Inwent. Weitere Informationen erhalten Sie unter
www.giz.de.
![]() |
|
Ansprechpartner
Weitere Informationen erhalten Sie von:
Dr. Elisabeth von Muench Tel.: +49 6196 79-4221 Fax: +49 6196 79-804221 E-Mail: ecosan@giz.de |
HintergrundMehr als ein Drittel der Weltbevölkerung lebt heute ohne oder mit nur mangelhaften sanitären Einrichtungen. Dies bedeutet, dass 2,5 Milliarden Menschen nach Schätzungen von WHO/Unicef im Jahr 2008 auf offene Latrinen oder schlecht geführte Gemeinschaftstoiletten angewiesen sind - wenn sie überhaupt Zugang zu sanitären Einrichtungen haben. Weltweit werden etwa 90 Prozent aller Abwässer unbehandelt in die Umwelt eingeleitet. Dies alles hat negative Auswirkungen auf die Gesundheit der betroffenen Menschen, die Umwelt und damit auch auf die Volkswirtschaft. Eine Studie der Weltgesundheitsorganisation (WHO) aus dem Jahr 2007 zeigt, dass pro Jahr rund 1,2 Milliarden Arbeitstage aufgrund von Durchfallerkrankungen ausfallen. Laut dieser Studie kann ein in den Sanitärversorgungs-Sektor investierter Euro einen sozialen und wirtschaftlichen Nutzen von bis zu neun Euro erbringen. Heute gängige Abwassersysteme betrachten Fäkalien oft als wertlose Abfälle. In vielen Ländern werden diese im Boden (Latrinen) und damit letztlich im Grundwasser oder in Oberflächengewässern entsorgt. Finanziell aufwändige Schwemmkanalisation und Kläranlagen können zwar helfen Umweltschäden zu reduzieren – dies jedoch mit hohen Bau- und Betriebskosten. Besonders für unsere Partnerländer können ökologische Sanitärsysteme eine gute Alternative zu konventionellen Systemen bieten: Sie sind meist in Bau und Betrieb deutlich wirtschaftlicher als zentrale, wasserbasierte Kanalsysteme mit Kläranlagen.
|