Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH bündelt seit dem 1. Januar 2011 die Kompetenzen und langjährigen Erfahrungen von DED, GTZ und Inwent. Weitere Informationen erhalten Sie unter
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Katastrophenvorsorge – Funktionierende FrühwarnungProjektkurzbeschreibung
Bezeichnung: Katastrophenvorsorge
AusgangssituationFluten, Zyklone, Dürre und in der Folge Bodenerosion sowie Epidemien – Mosambik gehört zu den Ländern, die besonders häufig von Naturkatastrophen betroffen sind. Den Klimawandel spüren die Mosambikaner mit aller Macht. Überflutungen, Wirbelstürme und Trockenperioden werden häufiger. Dabei besteht nicht nur Gefahr für Leib und Leben der Menschen – so wie im Jahr 2000, als ein Zyklon ca. 800 Menschen das Leben nahm. Auch die Wirtschaft erfährt Rückschläge: Ernten und Viehbestände gehen verloren, was zu Hungersnöten führen kann. Der Handel kommt zum Erliegen und Investitionen müssen in den Wiederaufbau von Häusern, Straßen und Brücken umgeleitet werden. ZielDas von der Bevölkerung getragene Flut-Frühwarnsystem schützt vor den Auswirkungen des Klimawandels. VorgehensweiseUm sich an diese Auswirkungen der Klimaveränderung besser anzupassen, hat die GIZ im Auftrag des Bundesentwicklungsministeriums in der Provinz Sofala am Rio Búzi zusammen mit lokalen Kräften ein Flut-Frühwarnsystem etabliert. Es soll sicherstellen, dass bei Überschwemmungen künftig keine Menschen mehr zu Schaden kommen. Beteiligt sind auch verschiedene Regierungsinstitutionen. Das Frühwarnsystem hat mittlerweile den ersten großen Belastungstest gemeistert: 2007 verursachte der Zyklon „Favio“ in Zentral-Mosambik große Schäden, doch Menschen fielen ihm nicht zum Opfer. Der Erfolg des Frühwarnsystems beruht auf seinem effektiven wie verblüffend einfachen Konzept: An mehreren Punkten im Flusseinzugsgebiet des Búzi messen eigens berufene Verantwortliche aus den Dörfern den Niederschlag. Außerdem werden leicht ablesbare Pegelmesser am Fluss regelmäßig kontrolliert. Überschreitet der Pegel einen bestimmten Grenzwert, senden geschulte Helfer aus der Bevölkerung sofort eine Meldung per Funk. Eine zentrale Koordinierungsstelle in Búzi prüft, ob eine Flutwarnung ausgesprochen werden muss. Helfer verbreiten Flutwarnungen umgehend über Megaphone oder Radio. In den Dörfern gibt es lokale Komitees, deren Mitglieder darin geschult sind, Evakuierungen professionell durchzuführen. Das Vorhaben wird im Unterauftrag der GIZ von der Consulting ARGE IP-Consult/Ambero durchgeführt. Wirkung – Was bisher erreicht wurdeDie Menschen, die am Fluss Búzi leben, haben das Frühwarnsystem angenommen und beteiligen sich mit großem Engagement. Freiwillige, Dorfälteste und Distriktadministrator (entsprechend etwa einem Landrat) tragen das Projekt mit. Das Frühwarnsystem wird Schritt für Schritt ausgebaut. Inzwischen erreicht es 9.500 Familien. Zum Beispiel sind Gefährdungskarten für den Búzi erstellt worden. Außerdem berieten GIZ-Experten und die Münchner Rück-Stiftung, die das Vorhaben finanziell unterstützt, das mosambikanische Institut für Katastrophenmanagement beim Aufbau eines Beratungsservice für Katastrophenvorsorge. So wird das Know-how in möglichst viele hochwassergefährdete Distrikte weiter getragen. |
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