GIZ - Deutsche Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit

GTZ ist jetzt die GIZ - Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit

Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH bündelt seit dem 1. Januar 2011 die Kompetenzen und langjährigen Erfahrungen von DED, GTZ und Inwent. Weitere Informationen erhalten Sie unter
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Themen > Umwelt und Klima > Umweltpolitik und Institutionenentwicklung > Rioplus > Hintergrund

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Hintergrund: Nachhaltigkeit als internationale Gemeinschaftsaufgabe

Jesus Statue auf dem Corcovado über Rio de Janeiro, Brasilien

Nachhaltige Entwicklung ist eine globale Aufgabe mit anspruchsvollen Zielen. Sie erfordert weit reichende Maßnahmen zur Umgestaltung der heutigen Produktionsverhältnisse, Lebensstile und politisch-institutionellen Rahmenbedingungen. Sie bedeutet die Wahrnehmung von Zukunftsverantwortung und die Realisierung von Verteilungsgerechtigkeit.

Hierzu bedarf es eines „Blicks auf das Ganze“: Nachhaltige Entwicklung ist nicht teilbar.

Bei der Umsetzung einer Politik für nachhaltige Entwicklung rücken die Zusammenhänge zwischen Armut, Umwelt und Wirtschaft sowie zwischen den unterschiedlichen Lebensstilen in Industrie- und Entwicklungsländern immer mehr in den Mittelpunkt. Veränderungen auf allen gesellschaftlichen und politischen Ebenen sind notwendig: von der nationalen Politik bis zu lokalen Initiativen. Die internationale Zusammenarbeit kann hierzu einen wesentlichen Beitrag leisten.

Trotz der Bemühungen, das Leitbild weltweit zu verankern, ist die Bilanz bis heute eher ernüchternd. Die Ursachen sind vielfältig. In einigen Ländern fehlt es noch immer am politischen Willen der Entscheidungsträger. Oft liegen die Gründe aber auch in mangelnder Koordination und Kooperation.

Eine zentrale Herausforderung für die Länder liegt darin, die notwendigen politischen und gesellschaftlichen Aushandlungen zu gestalten. Es geht darum, „intelligente“ Steuerungsmechanismen zu entwickeln, mit denen an Nachhaltigkeitszielen orientierte Rahmenbedingungen gesetzt werden, die den Akteuren Handlungsfreiräume eröffnen, aber auch Grenzen für nicht-nachhaltiges Handeln setzen. Es genügt nicht, Entscheidungen in Strategiepapieren festzuhalten.

Die GIZ (ehemal GTZ) hat umfassende Beiträge geleistet, etwa Stakeholder –Dialoge zwischen Regierung, Privatwirtschaft und Zivilgesellschaft zur Vorbereitung Deutschlands auf den Johannesburg-Gipfel. Seither berät die GIZ das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) bei der Umsetzung der Vereinbarungen.

Wie geht es weiter?

Im Jahr 2012  werden 20 Jahre seit der UN-Konferenz für Umwelt und Entwicklung von Rio de Janeiro  vergangen sein. Die Mitgliedsstaaten der Vereinten Nationen haben beschlossen, in diesem Jahr einen Folgegipfel Rio+20 abzuhalten. Man hat sich zum Ziel gesetzt, das Bekenntnis zu einer nachhaltigen Entwicklung zu erneuern und die bisherigen Fortschritte, aber auch Umsetzungslücken der eingegangenen Verpflichtungen zu analysieren. Gleichzeitig will man sich neuen Herausforderungen stellen und sich schwerpunktmäßig mit der Verbesserung der Internationalen Umweltarchitektur (International Environmental Governance) und dem Konzept der „Green Economy“ befassen.

Bildleiste Nachhaltige Entwicklung

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