Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH bündelt seit dem 1. Januar 2011 die Kompetenzen und langjährigen Erfahrungen von DED, GTZ und Inwent. Weitere Informationen erhalten Sie unter
www.giz.de.
![]() |
|
Ansprechpartner |
Umweltorientierte ProduktionProjektkurzbeschreibung
Bezeichnung: Programm Umweltmanagement-Beratung, Komponente Umweltorientierte Produktion
AusgangssituationKlein- und Mittelbetriebe (KMU) verursachen etwa die Hälfte aller Umweltbelastungen in Indien. In Wohngebieten oder deren Nähe liegen häufig industrielle Ansiedlungen, sogenannte industrielle Cluster, mit bis zu 1.000 Betrieben. Sie sichern mitunter hunderttausend Arbeitsplätze. Schließungen oder Umsiedlungen von Clustern wegen ihrer negativen Umweltwirkungen führen zu sozialen Spannungen und erheblichen volkswirtschaftlichen Verlusten. ZielDas Umwelt- und Ressourcenmanagement von KMU in industriellen Clustern ist verbessert. VorgehensweiseDie Komponente Umweltorientierte Produktion des Umweltmanagement-Programms der GTZ soll das Umwelt- und Ressourcenmanagement von KMU in industriellen Clustern verbessern. Sowohl die ökonomische als auch die ökologische Situation von Unternehmen soll durch die Integration umweltfreundlicher Produktionsmethoden in die Produktionsprozesse gestärkt werden. Alle Ebenen des Unternehmens, Technologie, Rohmaterialien, Emissionen, Produkte, Personal, werden einbezogen. Gesundheits- und Umweltbelastungen werden durch die Einführung von Umwelt- und Sozialstandards abgebaut. Durch Allianzen mit Industrieverbänden, Banken, dem Ministerium für Kleinindustrie und anderen Institutionen für die Klein- und Mittelindustrie wird die Akzeptanz für umweltrelevante Investitionen der Industrie verbessert. Erste Maßnahmen konzentrieren sich auf zwei industrielle Cluster von Klein- und Mittelfirmen in den Sektoren Galvano (Madurai, Tamil Nadu) und Metall (Gurgaon, Haryana). Dies betrifft Firmen, die Genehmigungen der State Pollution Control Boards (SPCBs) benötigen. Die Galvanoindustrie Indiens arbeitet in der Regel mit veralteten Technologien und ohne moderne Abwasserbehandlung. Die Folgen sind große Umweltschäden und Verlust von wertvollen Rohstoffen. In Madurai wurden etwa 100 Betriebe im Stadtgebiet aufgefordert zu schließen. 80 Betriebe haben den Verband Metal Finishers Association of Tamil Nadu gegründet. Sie werden außerhalb der Stadt in einen Eco Industriepark mit moderner Technologie und Recyclingmethoden sowie neuestem Abfall-, Abwasser- und Wassermanagement umsiedeln. So werden Arbeitsplätze erhalten und die Wettbewerbsfähigkeit der Betriebe gesteigert. Die Firmen werden in speziellen Kursen zum Umweltmanagement fortgebildet. Alle 80 Firmen des Verbandes haben sich verpflichtet, die Umweltmanagementmethoden am neuen Standort einzuführen und die Vorgaben der Umweltverträglichkeitsprüfung zu erfüllen. Die Genehmigung der Umweltbehörden, die ein erfolgreiches Umweltaudit für die beteiligten Betriebe einschließt, liegt für alle Betriebe des Parks vor. Die Kommission für Umweltgenehmigung des Umweltministeriums (MoEF) hat das erarbeitete Konzept genehmigt. Das Gelände für den Eco Industriepark wurde vom Verband gekauft, die Planung ist abgeschlossen. Die Bauarbeiten haben begonnen, voraussichtlich Mitte 2007 werden die Betriebe umsiedeln. Durch die Einführung von Umweltmanagementmethoden und den Einsatz moderner Technologie wird der Energie- und Rohstoffverbrauch stark abnehmen. Metallrückstände im Abwasser werden durch die verwendete Membranfilterung vollständig zurückgewonnen und können als Rohstoff wieder verwendet werden. Das gefilterte Wasser kann in den Prozess zurückgeführt werden. Der Wasserverbrauch wird um fast ein Drittel gesenkt werden und der spezifische Rohstoffverbrauch um etwa 15 Prozent zurückgehen. Das Umweltmanagement-Programm der GTZ unterstützt die Entwicklung des Eco Industrieparks und kooperiert eng mit dem Central Electro Chemical Research Institute Karaikudi, der Electroplaters and Metal Finishers Association of Tamil Nadu, dem Tamil Nadu State Pollution Control Board und dem Central Pollution Control Board (CPCB) zusammen. Aufgrund seiner strategischen Bedeutung unterstützt auch die Europäische Kommission das Projekt in Madurai (Asia Pro Eco Programme on Integrated Waste Water Management Concept for the Eco-Electroplating Park, EEP, in Karaisalkulam, Madurai, India). Sie fördert insbesondere den Know-how-Transfer aus Europa und die Entwicklung des technologischen Konzepts. Die europäischen Projektpartner sind die Universität Leoben, Österreich und Adelphi Research, Deutschland. Im Cluster Gurgaon kooperiert das ASEM-Programm mit verschiedenen Partnern aus Deutschland und Österreich. Anfangs wurde die Maßnahme von einem Projekt der EU unterstützt, mittlerweile finanziert sie sich allein durch Beiträge der beteiligten Firmen. Indischer Partner ist die Gurgaon Industrial Association. Die Betriebe nahmen an einem intensiven einjährigen Programm teil, zu dem Umweltaudits, die Einführung von Umweltmanagementmethoden und andere grundlegende Informationsveranstaltungen gehören. Das Ergebnis ist sinkender Energie-, Wasser und Rohstoffverbrauch der Betriebe, die dadurch sowohl ökonomisch als auch ökologisch gestärkt werden. Gesundheits- und Umweltbelastungen werden durch die Einführung von Umwelt- und Sozialstandards abgebaut. Die Beratung in einem Cluster der Metallverarbeitung hat im Bundesstaat Punjab begonnen. Dieses Projekt ist Bestandteil des Programms |
GIZ-Weltweit |