GIZ - Deutsche Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit

GTZ ist jetzt die GIZ - Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit

Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH bündelt seit dem 1. Januar 2011 die Kompetenzen und langjährigen Erfahrungen von DED, GTZ und Inwent. Weitere Informationen erhalten Sie unter
www.giz.de.

Suche 
Themen > Nachhaltige Infrastruktur > Energie > Erneuerbare Energien > Ansatz

Ansprechpartner

Weitere Informationen erhalten Sie von:
Bernhard Zymla
Tel.: + 49 6196 79-7118
Fax: + 49 6196 79-807118
E-Mail: energie@giz.de

Ansatz – wie wir vorgehen

Die GIZ (ehemals GTZ) verfügt über langjährige, umfangreiche Erfahrungen bei der Verbreitung von RE-Technologien zur Netzeinspeisung und zur dezentralen Versorgung ländlicher Gebiete.

Die Bedarfslage der Nutzer, die komparativen Vorteile der unterschiedlichen technischen Optionen (wie Kleinwasserkraft, Windkraft, Photovoltaik oder brennstoffsparende Herde und Biogassysteme) und die wirtschaftlich-institutionellen Rahmenbedingungen erfordern individuelle Lösungen.

Die GIZ hat systematisch das Know-how erarbeitet, wie nachhaltige Verbreitungsprozesse für Erneuerbare Energien gestaltet werden können. Unser Beratungskonzept setzt auf zwei Ebenen an:

  • zum einen bei der Unterstützung der Sektorpolitik, um geeignete Rahmenbedingungen und Anreizsysteme zu schaffen. Damit werden kommerzielle Verbreitungsprozesse und Technologietransfer stimuliert und Marktbarrieren abgebaut,
  • zum anderen werden private Akteure unterstützt, damit sich rasch selbsttragende Märkte bilden können.

Grundsätzlich werden zwei unterschiedliche Verbreitungskonzepte verfolgt:

  • Staatliche Programme, die vor allem einen Versorgungsauftrag im ländlichen Raum erfüllen. Staatlich organisierte Verbreitungsprogramme zielen darauf ab, die soziale Infrastruktur zu verbessern und die Grundbedürfnisse besser zu befriedigen. Für Gesundheitsstationen, Schulen und zur Trinkwasserversorgung in abgelegenen Gebieten ist häufig der Einsatz von Solarstromsystemen kostenoptimal.
  • Kommen marktorientierte Verbreitungskonzepte zur Versorgung des ländlichen Raums zum Einsatz, so werden die erforderlichen Energiedienstleistungen erst durch das Zusammenspiel mehrerer individuell handelnder Akteure (Lieferfirmen, Finanzdienstleister, Serviceunternehmen usw.) erbracht.

RE-Systeme werden dabei als eine von mehreren möglichen Technologieoptionen gesehen. So sollten bei der ländlichen Elektrifizierung zum Beispiel Solar-Home-Systeme dann zum Einsatz kommen, wenn sie das günstigste Kosten-Nutzen-Verhältnis aufweisen. Aufgrund des technischen Fortschritts und der massiven Kostenreduktion sind solche RE-Systeme heutzutage besonders in entlegenen Gebieten die attraktivste Option. Sie ergänzen somit den Ausbau der Stromnetze und den Einsatz von Dieselgeneratoren.

Um die Situation der Menschen auf dem Land zu verbessern, muss zur dezentralen Energieversorgung eine hohe Zahl von Einzelanlagen installiert und betrieben werden. Hier ist die Zusammenarbeit mit der privaten Wirtschaft geboten, um im Sinne von entwicklungspolitisch sinnvollen öffentlich-privaten Partnerschaften (Public Private Partnership - PPP) die Bildung eines selbsttragenden Marktes für die entsprechenden Güter- und Dienstleistungen zu beschleunigen.

Häufig ist der mangelhafte Informationsstand ein Problem. Anbieter wissen nicht was Nutzer benötigen, während potentielle Käufer die Produkte nicht einschätzen können und daher keine Kaufentscheidung treffen wollen. Unsere Projekte tragen durch gezielte Informationskampagnen dazu bei, diese Marktbarriere zu überwinden. Gezielte Finanzierungsangebote erleichtern es darüber hinaus einer größeren Anzahl von Nutzern, die Hürde der hohen Anfangsinvestitionen zu überwinden.

Für Projektentwickler ist es riskant, in die netzgebundene Stromerzeugung auf Basis Erneuerbarer Energien zu investieren, ohne zu wissen, wie hoch die wirtschaftlich nutzbaren Potenziale an einem Standort sind. Das betrifft gleichermaßen private wie öffentliche Investoren. Potenzial- und Machbarkeitsstudien, die in Kooperation mit der privaten Wirtschaft durchgeführt werden, helfen diese Risiken kalkulierbar zu machen. Häufig können private Unternehmen als Investoren oder Betreiber für RE-Anlagen gewonnen werden.

Das Engagement von Firmen aus Industrieländern, RE-Technologien in Entwicklungsländern zu verbreiten, liegt nicht nur im langfristigen Geschäftsinteresse der betreffenden Firmen, sondern auch im Interesse der deutschen Entwicklungszusammenarbeit. Eine dauerhafte Breitenwirkung unserer Projekte ist nur möglich, wenn dabei interessante Betätigungsfelder für lokale und häufig auch internationale Unternehmen entstehen. Diese Situation zeigt den möglichen Spielraum für ein gemeinsames Handeln von Industrie und Politik.


Ansprechpartner

Weitere Informationen erhalten Sie von:
Bernhard Zymla
Tel.: + 49 6196 79-7118
Fax: + 49 6196 79-807118
E-Mail: energie@giz.de
© 2004 Copyright by GTZ. Alle Rechte vorbehalten.
Jobs und Karriere | Publikationen | Newsletter | Ausschreibungen | Presse | Kontakt | Sitemap | Login