Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH bündelt seit dem 1. Januar 2011 die Kompetenzen und langjährigen Erfahrungen von DED, GTZ und Inwent. Weitere Informationen erhalten Sie unter
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HintergrundIn Schwellen- und Entwicklungsländern bieten Windenergieanlagen eine Alternative zu konventionellen Kraftwerken. Die Stromerzeugung aus Windkraft ist an vielen Standorten bereits wirtschaftlich interessant, schont gleichzeitig Umwelt und Klima und reduziert die Abhängigkeit von Importen fossiler Energieträger. Chancen der Windkraftnutzung in EntwicklungsländernDie Windenergie in Entwicklungsländern hat ein großes wirtschaftliches Potenzial. So werden an vielen Standorten die im Vergleich zu konventionellen Erzeugungsalternativen zumeist höheren Investitionskosten durch ausgezeichnete Windverhältnisse kompensiert. Häufig fallen bei Windkraftprojekten in Entwicklungs- und Schwellenländern im Vergleich mit Windparkprojekten in Industrieländern höhere Kosten für Transport, Montage, Wartung sowie Anpassung an die jeweiligen klimatischen Verhältnisse an. Ein wirtschaftlicher Betrieb ist jedoch oftmals möglich, da hohe Vergleichskosten zur Bewertung der Windstromerzeugung zu berücksichtigen sind. Soll z.B. Diesel als kostenintensiver Brennstoff in Kraftwerken substituiert werden, hängt der Wert des Windstroms überwiegend von den Preisen für Diesel am jeweiligen Standort ab. Gerade diese sind vor allem in den vergangenen Jahren stark angestiegen. Darüber hinaus kann die Rentabilität von Windparkprojekten in Entwicklungs- und Schwellenländern durch den Verkauf von Emissionsminderungszertifikaten (Certified Emission Reductions - CERs), die im Rahmen des CDM (Clean Development Mechanism) generiert werden, verbessert werden. Bei einem Ausbau der Windenergie gewinnen aus makroökonomischer Sicht positive Effekte weiter an Gewicht. Denn die Energiegewinnung aus Windkraftanlagen erspart den Entwicklungsländern einen devisenzehrenden Import von Energie, der insbesondere aufgrund der gestiegenen Energiepreise auf den Weltmärkten eine starke Mehrbelastung bedeutete. Gleichzeitig kommt es zu einer Diversifizierung der Energieversorgung und damit zumeist zu einer größeren Versorgungssicherheit. Langfristig wird durch die verringerte fossile Energiegewinnung ein Beitrag für den Klimaschutz und eine Verbesserung der Luftqualität erbracht. Zusätzlich erhält der heimische Markt neue Wachstumsimpulse und zahlreiche Beschäftigungseffekte in Hinblick auf Wartung, Reparatur und Controlling. Insgesamt kann die Nutzung der Windenergie in Entwicklungsländern zu einer wirtschaftlicheren Energieversorgung sowie zu einer Verbesserung der gesamtwirtschaftlichen Situation beitragen und somit einen Beitrag zur Armutsminderung und nachhaltigen Entwicklung leisten. |