Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH bündelt seit dem 1. Januar 2011 die Kompetenzen und langjährigen Erfahrungen von DED, GTZ und Inwent. Weitere Informationen erhalten Sie unter
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Biodiversität und nachhaltiges LandmanagementProjektkurzbeschreibung
Bezeichnung: Biodiversität und nachhaltiges Landmanagement
Ausgangssituation
Überweidung und exzessive Landnutzung führen dazu, dass der Artenreichtum Namibias immer stärker bedroht ist. Dabei schlummern gerade in den natürlichen Ressourcen und der biologischen Vielfalt des Landes ungeheure Potenziale: Touristen kommen wegen der Flora und Fauna, zahlreiche Pflanzen lassen sich für medizinische oder kosmetische Zwecke nutzen und viele Arten kommen nur in Namibia vor. Sie sind optimal an die extremen klimatischen Bedingungen einer der ältesten Wüsten der Welt angepasst. Der Tourismus ist der zweitgrößte Wirtschaftssektor des Landes und die Ausbeutung der natürlichen Ressourcen bedroht nicht nur diesen, sondern auch zahlreiche weitere Wirtschaftszweige. ZielDie fachliche und organisatorische Leistungsfähigkeit des Umwelt- und Tourismusministeriums ist gestärkt, die Rahmenbedingungen sind verbessert und vorhandene Gesetze, Strategien und Leitlinien umgesetzt. Vorgehensweise
Eine wesentliche Aufgabe des Ministeriums liegt darin, geeignete rechtliche und administrative Rahmenbedingungen für die nachhaltige Ressourcennutzung zu schaffen. Die GTZ (jetzt GIZ) hat das Ministerium für Umwelt und Tourismus, im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), bei der Entwicklung des Umweltmanagement-Gesetzes beraten, welches das Parlament Ende 2007 verabschiedet hat. Nun steht die Umsetzung und Entwicklung von Durchführungsverordnungen im Fokus der Arbeit. Ein zentrales Thema sind dabei Umweltverträglichkeitsprüfungen. Neben der Entwicklung der gesetzlichen Rahmenbedingungen sowie dem Aufbau und der Qualifizierung der erforderlichen Einheiten im Ministerium, stehen aber noch weitere Aspekte auf der Agenda. Die Förderung nachhaltiger Landnutzungssysteme ist für Ministerium und GIZ genauso wichtig, wie die Entwicklung und Vermarktung von Naturprodukten; denn diese generieren eine lukrative Einnahmequelle vor allem für ärmere Bevölkerungsschichten. Wirkung – Was bisher erreicht wurdeIn den kommunalen Gebieten des Landes sind inzwischen 53 Hegegebiete mit einer Fläche von knapp 123.000 Quadratkilometern entstanden. Die GIZ unterstützt gemeinsam mit ihren Partnern die Bevölkerung durch die Entwicklung alternativer Einkommensmöglichkeiten auf der Basis einheimischer Tier- und Pflanzenarten, die an die harschen Bedingungen des Landes angepasst sind. Die Vermarktung von hochwertigem Wildfleisch ist eine vielversprechende Option, von der kommunale Hegegebiete langfristig profitieren sollen. Das Öl der Marulanüsse ist ein hochwertiges Speise- und Kosmetiköl. Mit Hilfe der GIZ vermarktet eine Kooperative dieses Öl auf dem internationalen Markt und bereitet die Lebensmittelzulassung für die EU vor. 4.500 Frauen aus dem ländlichen Bereich sind in der Kooperative zusammengeschlossen, beliefern die Fabrik mit dem Rohstoff und verdienen so ihren Lebensunterhalt. Bei den Verhandlungen eines internationalen Regimes zur Regelung des Zugangs zu genetischen Ressourcen und gerechtem Vorteilsausgleich (Access und Benefit-Sharing) spielt Namibia mit seinen innovativen Erfahrungen eine führende Rolle. Weiterführende Informationen
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