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Herr Konrad Uebelhör
E-Mail: konrad.uebelhoer@giz.de

Biodiversität und nachhaltiges Landmanagement

Projektkurzbeschreibung

Bezeichnung: Biodiversität und nachhaltiges Landmanagement
Auftraggeber: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
Land: Namibia
Politischer Träger: Ministry of Environment and Tourism (MET)
Gesamtlaufzeit: 2004 bis 2011

Ausgangssituation

Namibia. Etosha-Pfanne: Springböcke in der Abenddämmerung. Bild: Ralf Bäcker, version-foto

Überweidung und exzessive Landnutzung führen dazu, dass der Artenreichtum Namibias immer stärker bedroht ist. Dabei schlummern gerade in den natürlichen Ressourcen und der biologischen Vielfalt des Landes ungeheure Potenziale: Touristen kommen wegen der Flora und Fauna, zahlreiche Pflanzen lassen sich für medizinische oder kosmetische Zwecke nutzen und viele Arten kommen nur in Namibia vor. Sie sind optimal an die extremen klimatischen Bedingungen einer der ältesten Wüsten der Welt angepasst. Der Tourismus ist der zweitgrößte Wirtschaftssektor des Landes und die Ausbeutung der natürlichen Ressourcen bedroht nicht nur diesen, sondern auch zahlreiche weitere Wirtschaftszweige.

Ziel

Die fachliche und organisatorische Leistungsfähigkeit des Umwelt- und Tourismusministeriums ist gestärkt, die Rahmenbedingungen sind verbessert und vorhandene Gesetze, Strategien und Leitlinien umgesetzt.

Vorgehensweise

Namibia. Tagebau in einer Uranmine. Bild: Ralf Bäcker, version-foto

Eine wesentliche Aufgabe des Ministeriums liegt darin, geeignete rechtliche und administrative Rahmenbedingungen für die nachhaltige Ressourcennutzung zu schaffen. Die GTZ (jetzt GIZ) hat das Ministerium für Umwelt und Tourismus, im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), bei der Entwicklung des Umweltmanagement-Gesetzes beraten, welches das Parlament Ende 2007 verabschiedet hat. Nun steht die Umsetzung und Entwicklung von Durchführungsverordnungen im Fokus der Arbeit. Ein zentrales Thema sind dabei Umweltverträglichkeitsprüfungen. Neben der Entwicklung der gesetzlichen Rahmenbedingungen sowie dem Aufbau und der Qualifizierung der erforderlichen Einheiten im Ministerium, stehen aber noch weitere Aspekte auf der Agenda. Die Förderung nachhaltiger Landnutzungssysteme ist für Ministerium und GIZ genauso wichtig, wie die Entwicklung und Vermarktung von Naturprodukten; denn diese generieren eine lukrative Einnahmequelle vor allem für ärmere Bevölkerungsschichten.

Wirkung – Was bisher erreicht wurde

In den kommunalen Gebieten des Landes sind inzwischen 53 Hegegebiete mit einer Fläche von knapp 123.000 Quadratkilometern entstanden. Die GIZ unterstützt gemeinsam mit ihren Partnern die Bevölkerung durch die Entwicklung alternativer Einkommensmöglichkeiten auf der Basis einheimischer Tier- und Pflanzenarten, die an die harschen Bedingungen des Landes angepasst sind. Die Vermarktung von hochwertigem Wildfleisch ist eine vielversprechende Option, von der kommunale Hegegebiete langfristig profitieren sollen.

Das Öl der Marulanüsse  ist ein hochwertiges Speise- und Kosmetiköl. Mit Hilfe der GIZ vermarktet eine Kooperative dieses Öl auf dem internationalen Markt und bereitet die Lebensmittelzulassung für die EU vor. 4.500 Frauen aus dem ländlichen Bereich sind in der Kooperative zusammengeschlossen, beliefern die Fabrik mit dem Rohstoff und verdienen so ihren Lebensunterhalt.

Bei den Verhandlungen eines internationalen Regimes zur Regelung des Zugangs zu genetischen Ressourcen und gerechtem Vorteilsausgleich (Access und Benefit-Sharing) spielt Namibia mit seinen innovativen Erfahrungen eine führende Rolle.

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