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Afrikanische Ministerkonferenz und Nord-Süd Dialog zu Biopiraterie
GTZ organisiert Konferenz in Namibia Foto: GTZ-Büroleiter in Windhoek, Axel Momber mit dem Namibischen Präsidenten, Hifikepunye Pohamba, am Rande des Ministertreffens (Foto: GTZ) Um eine gemeinsame Position für ein UN-Abkommen über Zugangsrechte zu genetischen Ressourcen und Gewinnbeteiligung der Ursprungsländer bei deren Nutzung zu entwickeln, trafen sich vom 8.-9. März in Windhoek Umweltminister und ihre Verhandlungsführer aus über 40 afrikanischen Ländern. Im Oktober 2010 soll ein solches ABS-Regime (Access and Benefit Sharing) auf der 10. Vertragsstaatenkonferenz der Konvention über biologische Vielfalt (CBD) in Japan verabschiedet werden. Darin gilt es neben dem Vorteilsausgleich für Ursprungsländer unter anderem kommerzielle Verwertung von traditionellem Wissen über Heilpflanzen, Offenlegungspflichten bei Patenten oder die Rechtssicherheit für Bereitsteller und Nutzer genetischer Information rechtsverbindlich zu regeln. Dass mit Verabschiedung eines solchen Abkommens die Arbeit nicht getan ist, darüber kamen die afrikanischen Minister in einem an das afrikanische Ministertreffen anschließenden eintägigen Meinungsaustausch mit hochrangigen Vertretern aus Europa überein. Denn um genetische Ressourcen gerecht in Wert setzen zu können, müssen Industrie- und Entwicklungsländer auch nationale ABS-Regelungen entwickeln und umsetzen – ein noch langer Weg.
Bild oben: Der nur in der Namibwüste vorkommende Nara-Busch wird traditionell von den Topnaar-Ethnie als Nahrungsmittel und zur Ölgewinnung genutzt. Auf Basis von Access and Benefit Sharing (ABS)-Abkommen kann die lokale Bevölkerung von einer Vermarktung der Pflanzenprodukte im Ausland besser profitieren. Die dänische Umweltministerin Ellemann im Gespräch mit einer Topnaar über die vielseitige Nutzung von Nara (Bild: GTZ) Ein wichtiges Ziel des europäisch – afrikanischen Dialogs war, zu verstehen, was hinter den offiziellen Verhandlungspositionen steht: Interessen und Bedenken wurden dargelegt, offene Fragen zu den Standpunkten der jeweils Anderen gestellt und Ansatzpunkte für Kompromisse in den Verhandlungen gefunden. Für Dänemark - dem Finanzier der Konferenz - war die Umweltministerin Karen Ellemann, für Norwegen der Botschafter Tor Christian Hildan vertreten. Als deutsche Dialogpartner waren Ursula Heinen-Esser (Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesumweltministerium) und Heiko Warnken (Leiter des Umweltreferates im BMZ) angereist. Geplant und organisiert wurde die erste panafrikanische Ministerkonferenz zu Access and Benefit Sharing vom namibischen Umweltministerium in Zusammenarbeit mit der „ABS Capacity Development Initiative for Africa“. Diese Initiative wird von der GTZ im Rahmen des überregionalen BMZ-Programmes „Erhalt der Biodiversität“ gestaltet und finanziert. Weitere Geldgeber der Initiative sind Norwegen, die Niederlande sowie die Internationalen Organisation der Francophonie (IEPF). Weitere Informationen
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