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Themen > Umwelt und Klima > Management von Naturressourcen > Biodiversität > CBD COP 9

9. Vertragsstaatenkonferenz 2008 in Bonn

CBD COP 9 –  Mega-Konferenz mit Sichtbarkeit und vielen (kleinen) Fortschritten

Am 30. Mai 2008 ist die 9. Vertragsstaatenkonferenz der Konvention über die biologische Vielfalt (CBD COP 9) zu Ende gegangen. Mit etwa 7000 Teilnehmern war es die bisher größte Konferenz in der Geschichte der Biodiversitätskonvention. Nach Einschätzung von Bundesumweltminister Gabriel war sie ein voller Erfolg.

Heiß diskutierte Schlüsselthemen der Bonner Konferenz waren: Biokraftstoffe, genmodifizierte Bäume („GM-Trees“), das Verhältnis von Biodiversität zu Klimawandel, Waldschutz, Finanzierung von Schutzgebieten und Maßnahmen gegen Biopiraterie.

Eine gute Nachricht aus Sicht der deutschen Entwicklungszusammenarbeit ist die Zusage der Bundeskanzlerin zur Finanzierung des Schutzes von Wäldern und weiteren Ökosystemen. Die Bundesregierung wird für den Zeitraum 2009–2012 zusätzliche 500 Millionen Euro zur Verfügung stellen - ab 2013 gibt es diesen Betrag sogar jährlich.

In Bonn wurden Weichen gestellt für einen verbindlichen Fahrplan zum Umgang mit genetischen Ressourcen und die Ausweisung von Meeresschutzgebieten. Auch der Einsatz gentechnisch veränderter Bäume und die künstliche Düngung der Ozeane wurden thematisiert - beides ist jetzt mit einem de-facto Moratorium belegt.

Erstmalig wurde auf einer Vertragsstaatenkonferenz der Einfluss des Anbaus von Biokraftstoffen auf die Biologische Vielfalt behandelt. Hier gab es Meinungsverschiedenheiten zwischen EU und Brasilien einerseits und den arabischen Staaten andererseits. Im Abschlussplenum wurde eine Kompromissformel entwickelt, die sowohl positive als auch negative Auswirkungen der Produktion von Biokraftstoffen beschreibt. 

Weitere Informationen sind dem Earth Negotiation Bulletin (ENB) zu entnehmen.


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