GIZ - Deutsche Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit

GTZ ist jetzt die GIZ - Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit

Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH bündelt seit dem 1. Januar 2011 die Kompetenzen und langjährigen Erfahrungen von DED, GTZ und Inwent. Weitere Informationen erhalten Sie unter
www.giz.de.

Suche 
Themen > Umwelt und Klima > Management von Naturressourcen > Biodiversität > Ansatz > Ernährung sichern

Ansprechpartner

Weitere Informationen zu diesem Thema erhalten Sie von:
Annette von Lossau
Tel.: +49 6196 79-1473
Fax: +49 6196 7980-1473
E-Mail: Annette.Lossau-von@giz.de

Agrobiodiversität – Ernährung vielfältig sichern

Landwirtschaftliche Biodiversität (Agrobiodiversität) ist die Grundlage für eine weltweite Nahrungssicherung. Sie trägt zum Lebensunterhalt und zur Sicherung des Lebensraumes der Menschen bei. Beispielsweise stellt sie Bau- und Brennstoffe, Kleidung, Arznei- und Transportmittel bereit und gestaltet multifunktionale Agrarökosysteme.

Pflanzen- und tiergenetische Ressourcen sind das wichtigste Ausgangsmaterial für die Weiterentwicklung von Kulturpflanzen und Haustierrassen durch Züchter und Bauern. Ebenso sichert die biologische Vielfalt in der Landwirtschaft ein natürliches Anpassungspotenzial bei Veränderungen der Umwelt und Ökosysteme.

Kleinbäuerliche Produzenten – und hier vor allem Frauen – in Afrika, Asien und Lateinamerika sind in besonders hohem Maße auf genetische Ressourcen angewiesen. Pflanzensorten und lokal angepasste Tierrassen sichern ihnen das Überleben auch unter schwierigen klimatischen Bedingungen und auf nährstoffarmen Böden.

Agrobiodiversität als Schlüsselthema der Entwicklungszusammenarbeit

Mit der Umsetzung des Aktionsplans 2015 der Bundesregierung, der Biodiversitätskonvention (CBD) und des Internationalen Vertrages über Pflanzengenetische Ressourcen für Ernährung und Landwirtschaft (ITPGRFA) trägt Deutschland zur nachhaltigen Sicherung der Welternährung bei – und damit nicht zuletzt auch zur Erreichung der Millenniumentwicklungsziele (MDGs). Weiterhin unterstützt die Bundesregierung  dadurch die Umsetzung des Menschenrechts auf Nahrung.

Im Rahmen der Gestaltung und Umsetzung von CBD und ITPGRFA werden eine Reihe von Fragen im Zusammenhang mit Agrobiodiversität diskutiert, die sich mit Zugangs- und Eigentumsrechten, Vorteilsausgleich, Erhalt genetischer Vielfalt vor Ort und in Genbanken, wie auch der Vergütung generationsübergreifender züchterischer Vorleistungen der Bauern beschäftigen.

Ziel der Aktivitäten der GIZ ist es, Agrobiodiversität als wichtiges Thema stärker in der Entwicklungszusammenarbeit zu verankern. Dazu berät die GIZ im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) bei der Umsetzung des ITPGRFA insbesondere bezüglich der Farmers’ Rights. Sie organisiert und gestaltet Fortbildungen und Öffentlichkeitsarbeit zu diesen Themen und kooperiert dabei mit verschiedenen Fachinstitutionen wie der gemeinnützigen GmbH für Internationale Weiterbildung und Entwicklung (InWEnt), der Food and Agriculture Organization (FAO) dem Bioversity International Institut, dem F. Nansen Institut Norwegen und dem International Livestock Research Institute (ILRI).

Weiterhin berät die GIZ bei der Umsetzung des Prinzips  “Schutz durch Nutzung“, wie es die CBD als eines seiner Ziele formuliert hat. Dazu gehören die Aufarbeitung von traditionellem Wissen und gesammelten Erfahrungen, etwa bei der Vermarktung vernachlässigter Gemüsesorten, die Zusammenarbeit mit der Wirtschaft und die Erarbeitung von Empfehlungen für Maßnahmen der Entwicklungszusammenarbeit.

Weitere Informationen zu diesem Thema


Ansprechpartner

Weitere Informationen zu diesem Thema erhalten Sie von:
Annette von Lossau
Tel.: +49 6196 79-1473
Fax: +49 6196 7980-1473
E-Mail: Annette.Lossau-von@giz.de
© © Copyright by GIZ. Alle Rechte vorbehalten.
Jobs und Karriere | Publikationen | Newsletter | Ausschreibungen | Presse | Kontakt | Sitemap | Login