GIZ - Deutsche Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit

GTZ ist jetzt die GIZ - Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit

Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH bündelt seit dem 1. Januar 2011 die Kompetenzen und langjährigen Erfahrungen von DED, GTZ und Inwent. Weitere Informationen erhalten Sie unter
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Themen > Umwelt und Klima > Management von Naturressourcen > Biodiversität > Ansatz > Natur schützen

Ansprechpartner

Weitere Informationen zu diesem Thema erhalten Sie von:
Rolf Mack
Tel.: +49 6196 79-1317
Fax: +49 6196 7980-1317
E-Mail: Rolf.Mack@giz.de

Naturschutz – für die und mit den Menschen

Frau mit Kind vor Regenwaldkulisse in Gabun.

Mit der Unterstützung des Selous Wildtierreservates in Tanzania begann 1988 das erste direkte Naturschutzvorhaben der GIZ (ehemals GTZ). Nicht nur die Anzahl ist seitdem stark gestiegen, auch die Themen sind komplexer geworden. Mit unterschiedlichen Partnern entwickelt und unterstützt die GIZ neue Konzepte und Ideen eines Naturschutzes für und mit den Menschen. Dieser „entwicklungsorientierte“ Naturschutz wird durch projektbegleitende Beratung sowie Konferenzen, Seminare und Workshops gefördert. Auf diese Weise werden die Instrumente der Entwicklungszusammenarbeit (EZ) kontinuierlich verfeinert, die Ergebnisse gesichert und der Erfahrungsaustausch verbessert sich.

Management von Naturschutzgebieten

Schutzgebiete sind ein wichtiges Instrument des Naturschutzes:

  • Sie bewahren die biologische Vielfalt und ökosystemaren Funktionen, wie etwa Wasserkreisläufe oder Bodenbildung.
  • Sie schützen vor Erosion oder natürlichen Katastrophen.
  • Sie bilden den Lebens- und Wirtschaftsraum für lokale und indigene Bevölkerungsgruppen.

Schutzgebiete erhalten also nicht nur die Natur, sondern sichern auch die Existenzgrundlage der dort lebenden Menschen. Die Biodiversitätskonvention und deren Arbeitsprogramm für Schutzgebiete, umgesetzt in der EZ, unterstützen die Einrichtung und das effektive Management von Schutzgebieten. Neben dem Schutz der biologischen Vielfalt entstehen so auch neue Möglichkeiten der nachhaltigen Entwicklung im ländlichen Raum: Mit Hilfe zusätzlicher Einkommensquellen, etwa in den Bereichen Tourismus, Überwachung und Forschung oder Umweltbildung, kann so Armut reduziert werden.

Wenn es um das Mangement dieser Gebiete geht, ist der Ausgleich von Schutz- und Nutzungsinteressen ein zentraler Aspekt. So ist die Bevölkerung aktiv eingzubinden und darf auch nicht durch die Einrichtung des Schutzgebietes und der damit verbundenen Nutzungseinschränkungen belastet werden. Nur mit Beteiligung der lokalen Bevölkerung ist die biologische Vielfalt und die Lebensgrundlage der Menschen dauerhaft zu sichern. Die GIZ unterstützt diese so genannten Co-Management Ansätze, Initiativen und Netzwerke, beispielsweise im Kongo-Becken oder in Mittelamerika. Solche Ansätze erfordern eine detaillierte Analyse der beteiligten Akteure und einen konstruktiven Umgang mit Konflikten.

Schutzgebiete dürfen nicht isoliert betrachtet werden, sondern müssen integraler Bestandteil von regionalen Planungs- und Entwicklungsprozessen sein. Auf Grund dieser Herausforderungen hat die GIZ in Lateinamerika neue Konzepte für Managementpläne von Schutzgebiete erarbeitet und umgesetzt.

Umweltkommunikation

Um komplexe Zusammenhänge verständlich zu machen, Handlungsoptionen aufzuzeigen und Unterstützung für den Naturerhalt zu gewinnen, ist die Umweltkommunikation für alle Naturschutzvorhaben wichtiger Teil der GIZ-Arbeit.


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