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Themen > Umwelt und Klima > Management von Naturressourcen > Biodiversität > Ansatz

Ansätze zur Umsetzung der Biodiversitätskonvention

Farn in Kolumbien

Die deutsche Entwicklungspolitik will mit ihrem Engagement die weltweite biologische Vielfalt erhalten. Dafür berücksichtigt sie auch Bereiche, die über klassische umwelt- und entwicklungspolitische Felder hinaus gehen. Das Ziel: die für Biodiversität und Entwicklung verantwortlichen Ministerien sowie Nichtregierungsorganisationen (NROs) in Deutschland und den Partnerländern sollen konkrete Fortschritte bei Schutz und nachhaltiger Nutzung biologischer Vielfalt erzielen und Instrumente der Biodiversitätskonvention (CBD) und anderer Umweltabkommen weiter entwickeln.

Deutsche Entwicklungspolitik

In der deutschen Entwicklungspolitik müssen Erhalt und Nutzung der Biodiversität als Schlüsselelemente für nachhaltige Entwicklung integriert werden. Dies gilt nicht nur für den Umweltsektor, sondern auch für andere Bereiche wie z.B. Dezentralisierung oder Forst- und Landwirtschaft. Darüber hinaus ist es notwendig über institutionelle Grenzen hinweg zusammen zu arbeiten.

Daher berät die GTZ das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), andere Ministerien, den Deutschen Entwicklungsdienst (DED) oder die KfW Entwicklungsbank sowie Organisationen in den Partnerländern. Mit NROs ist die GTZ in kontinuierllichem Austausch, um ein Ineinandergreifen von Strategien und Massnahmen sicher zu stellen. Auf Konferenzen vertritt die GTZ die deutsche EZ und bringt deren Erfahrungen im Biodiversitätsmanagement ein. Die GTZ trägt damit auch auf internationaler Ebene zur Weiterentwicklung der CBD bei.

Partnerländer

Partnerländer unterstützt die GTZ dabei, die Inhalte der Konvention und des Cartagena-Protokolls über Biologische Sicherheit in nationale Politik zu integrieren und Biodiversität in Strategien zur Armutsbekämpfung zu berücksichtigen. Denn langfristige Armutsminderung und Ernährungssicherung basieren auf nachhaltiger Nutzung von Boden, genetischen und biologischen Ressourcen.


Heilmittel aus Baumrinde, Kenia.

Von einer solchen nachhaltigen Nutzung der Biodiversität profitieren vor allem Menschen in ländlichen Gebieten, die diese Ressourcen bewirtschaften und von ihnen abhängen. Hierbei handelt es sich insbesondere um lokale und indigene Gemeinschaften, die bei den Bestrebungen die CBD umzusetzen mit einbezogen werden: die GTZ berät sie zum Beispiel beim Management von Schutzgebieten und bei der Erschließung neuer Einkommensquellen. Sie werden an Entscheidungen über die Nutzung genetischer Ressourcen und die gerechte Verteilung der Gewinne beteiligt. Und schließlich werden sie dabei unterstützt, ihr lokales und traditionelles Wissens zu nutzen, zu bewahren und ihre eigenen Interessen besser zu vertreten. Pilotprojekte, z.B. in China und Lateinamerika, zeigen hier große Potenziale auf.

Internationale Organisationen

Die Erfahrungen der GTZ bei der Umsetzung der CBD fließen über Austausch und Beratung in internationale Organisationen ein. Das Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen (UNDP) oder Institutionen in Entwicklungsländern, wie z.B. die zentralafrikanische Waldkommission COMIFAC, können dieses Wissen nicht nur für ihre Planungen nutzen, sondern so auch besser für den Erhalt der Biodiversität argumentieren und sich auf Grundlage der CBD politisch dafür engagieren.


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