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Herr Dr. Michael Dreyer
E-Mail: michael.dreyer@gtz.de

Management der Naturschutzgebiete und ihrer Randzonen

Projektkurzbeschreibung

Bezeichnung: Management der Naturschutzgebiete und ihrer Randzonen
Auftraggeber: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
Land: Bolivien
Politischer Träger: Ministerio de Desarrollo Rural Agropecuario y Medio Ambiente
Gesamtlaufzeit: Januar 1999 bis Februar 2008

Ausgangssituation

Der Osthang der Anden gilt als eine der Regionen mit der weltweit höchsten biologischen Vielfalt. Das "Nationale System der Naturschutzgebiete", das in den letzten Jahren etabliert wurde, bezieht ein Fünftel der bolivianischen Landesfläche ein und stellt mit seiner biologischen und kulturellen Vielfalt ein wichtiges Entwicklungspotenzial dar. Obwohl Bolivien wegen der wenig umweltverträglichen traditionellen Landnutzung das Konzept der “Parks mit Menschen“ entwickelt hat, gibt es noch Defizite bei der Einbindung der Bevölkerung in die Entwicklungsprozesse.

Ziel

Das „Nationale System der Naturschutzgebiete“ ist durch die Integration der einzelnen Schutzgebiete in die Entwicklungsprozesse auf lokaler, regionaler und nationaler Ebene nachhaltig gestärkt. Interessenskonflikte sind reduziert, der Umweltschutz wird der gesellschaftlichen, politischen und wirtschaftlichen Wirklichkeit des Landes gerecht.

Vorgehensweise

Das Projekt arbeitet an der Verbesserung von politischen und normativen Rahmenbedingungen. In der Zusammenarbeit mit der zuständigen nationalen Behörde „SERNAP“ wird die soziale und wirtschaftliche Integration der Schutzgebiete in ihr sozioökonomisches Umfeld gefördert. Auf lokaler Ebene konzentrieren sich die Beratungsmaßnahmen vor allem auf die Bürgerbeteiligung sowie die Einkommenssituation, die durch die Schaffung einer produktiven und touristische Infrastruktur verbessert werden soll. Kommunikationsmittel wie kommunale Radios unterstützen diese Prozesse entscheidend.

In vier Schutzgebieten ist ist das Programm mit konkreten Maßnahmen aktiv: Im Nationalpark Sajama im Hochland Boliviens wird die Bevölkerung bei der nachhaltigen Nutzung der Vicuña-Populationen, einer Lama-Art, unterstützt. Die traditionelle Viehwirtschaft wird verbessert.

Im Reservat Tariquia in der südlichen Yungas-Region arbeitet das Programm mit rund 90 Familien zusammen, die in der Honigproduktion und der nachhaltigen Nutzung der Wälder geschult werden. Die Bevölkerung des indigenen Territoriums Isiboro Sécure im Tiefland wird bei der Haltung und Nutzung von Krokodilen, dem biologischen Anbau von Kakao und der kommunalen Waldbewirtschaftung beraten.

Die Erfahrungen der Arbeit in den einzelnen Gebieten fließen in die Entwicklung von Politiken und Instrumenten für das gesamte Schutzgebietsystem mit ein.

Wirkung – Was bisher erreicht wurde

Die Akzeptanz der Schutzgebiete ist heute auf nationaler und insbesondere auf lokaler Ebene deutlich verbessert. Die Herberge TOMARAPI im Nationalpark Sajama dient landesweit als Modell für nachhaltige kommunale Entwicklung.


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