Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH bündelt seit dem 1. Januar 2011 die Kompetenzen und langjährigen Erfahrungen von DED, GTZ und Inwent. Weitere Informationen erhalten Sie unter
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Management der Naturschutzgebiete und ihrer RandzonenProjektkurzbeschreibung
Bezeichnung: Management der Naturschutzgebiete und ihrer Randzonen
AusgangssituationBolivien zeichnet sich durch eine außerordentliche biologische, kulturelle und naturräumliche Vielfalt aus, die jedoch stark gefährdet ist. Die Bevölkerung in Regionen mit höchster Biodiversität gehört zu den ärmsten des Landes. Zusätzlich bestehen vor allem kommerzielle Interessen an Holzausbeutung, Kokaanbau, Erdöl- und Erdgasförderung. Natürliche Ressourcen und Ökosysteme sind damit einem intensiven Nutzungsdruck ausgesetzt. Die administrativen Reformen des letzten Jahrzehnts, wie Landreform, Munizipalisierung, Bevölkerungsbeteiligung, haben neue Chancen für die soziale Beteiligung am Management von Schutzgebieten und natürlichen Ressourcen geschaffen. Das Projekt hat bei der Umsetzung entsprechender Konzepte wichtige Beiträge geleistet. Aufgrund der politischen Instabilität des Landes und der institutionellen Schwächen der Schutzgebietsbehörde sind die fortschrittlichen Konzepte und Strategien bisher nur teilweise umgesetzt. Lokale Akteure sind wenig koordiniert und das Schutzgebietssystem (Sistema Nacional de Áreas Protegidas – SNAP) ist noch unzureichend in den lokalen, regionalen und nationalen Entwicklungskontext eingebunden. ZielDas Nationale System der Naturschutzgebiete ist durch die Integration der einzelnen Schutzgebiete in die Entwicklungsprozesse auf lokaler, regionaler und nationaler Ebene nachhaltig gestärkt. Interessenskonflikte sind reduziert, der Umweltschutz wird der gesellschaftlichen, politischen und wirtschaftlichen Wirklichkeit des Landes gerecht. VorgehensweiseIn der Zusammenarbeit mit der nationalen Behörde SERNAP (Servicio Nacional de Areas Protegidas) wird die soziale und wirtschaftliche Integration der Schutzgebiete in ihr sozioökonomisches Umfeld gefördert. Die Beratungsmaßnahmen konzentrieren sich vor allem auf die Bürgerbeteiligung sowie die Verbesserung der Einkommenssituation durch lokale Wirtschaftsentwicklung, basierend auf nachhaltiger Nutzung von Biodiversitätsressourcen und Tourismus. Die Maßnahmen werden ergänzt durch die Investitionen des von der KfW Entwicklungsbank kofinanzierten Programms „Biodiversität und Schutzgebiete” (BIAP). Kommunikationsmittel und Ausbildungsmaßnahmen unterstützen die Prozesse entscheidend. Das Projekt ist in sechs Schutzgebieten aktiv:
Die Erfahrungen aus der Arbeit in den einzelnen Gebieten fließen in die Entwicklung von Politiken, Normen und Instrumenten, wie strategische Entwicklungspläne für das gesamte Schutzgebietssystem, ein. Die Leistungen des Vorhabens werden im Wesentlichen im Unterauftrag durch die GFA Consulting Group erbracht. Wirkung – Was bisher erreicht wurdeDie Maßnahmen des Projekts führen zu einem neuen, konstruktiveren Verhältnis zwischen staatlichen Behörden und sozialen Akteuren der Schutzgebiete und damit zu einer Konsolidierung des Schutzgebietsmanagements.
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