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Themen > Umwelt und Klima > Management von Naturressourcen > Desertifikationsbekämpfung > Hintergrund > Der Begriff Desertifikation

Der Begriff Desertifikation

Luftbild aus dem Projektgebiet des GTZ-Projekts PATECORE in Burkina Faso

Was bedeutet Desertifikation?

Man spricht von Desertifikation, wenn in Gebieten mit relativ trockenem Klima die natürlichen Ressourcen als Folge einer zu intensiven Nutzung beeinträchtigt oder zerstört werden. Dies hat dramatische Folgen: Die Vegetation geht zurück oder verschwindet vollständig. Wasser wird zum Mangelgut. Die Böden erodieren, versalzen oder versanden. Sand wird vom Wind verfrachtet und zerstört die Infrastruktur. Das Land wird unfruchtbar und verödet. Da dieser Prozess zur Ausbreitung bzw. Entstehung von wüstenähnlichen Verhältnissen führt, wird „Desertifikation" im deutschen Sprachgebrauch meist mit "Wüstenbildung" übersetzt. Dennoch hat dieses gravierende Umweltproblem an sich nichts mit dem Klimaraum "Wüste" zu tun. Als Synonyme werden häufig auch die Begriffe (Landschafts-, Boden-, Vegetations- oder Umwelt-) Degradation oder Landverödung verwendet.

Wissenschaftliche Definition von Desertifikation:

Die UNCCD definiert diese als „Landverödung in ariden, semiariden und trockenen subhumiden Gebieten infolge verschiedener Faktoren, einschließlich Klimaschwankungen und menschlicher Tätigkeiten“. Landverödung bedeutet, dass biologische oder wirtschaftliche Produktivität und Vielfalt, Anbauflächen, Wiesen, Weideland und Wälder abnehmen oder verloren gehen. Als arid, semiarid und trocken subhumid werden Gebiete bezeichnet, „in denen das Verhältnis der jährlichen Niederschlagsmenge zur möglichen Verdunstung im Bereich von 0,05 bis 0,65 liegt, außer polare und subpolare Regionen“.


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