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Themen > Umwelt und Klima > Management von Naturressourcen > Desertifikationsbekämpfung > Hintergrund

Hintergrund

Wochenmarkt in Los Cacaos am International Highway in der  Grenzregion Haiti/Dominikanische Republik

Desertifikation ist die Degradation der natürlichen Ressourcen Boden, Wasser und Vegetation in Trockengebieten als Folge einer unangepassten Landnutzung, wie Überweidung, Übernutzung von Böden und Entwaldung. Die Gründe für solche nicht-nachhaltigen Nutzungspraktiken sind meist ungünstige politische und ökonomische Rahmenbedingungen, die zu mangelhafter Landnutzungsplanung und fehlender Rechtssicherheit führen. Zusätzlich können Desertifikationsprozesse durch Bevölkerungswachstum, Klima und Klimawandel verstärkt werden.

Für die weltweit von Desertifikation betroffenen Menschen bedeutet dies direkte wirtschaftliche Verluste bis zur Gefährdung ihrer Lebensgrundlage. Mangelernährung, Armut, Krisen und Flüchtlingselend sind Folgen von Desertifikation. Sie verhindern eine nachhaltige wirtschaftliche und soziale Entwicklung der betroffenen Länder.

Burkina Faso: Sandsturm im Projektgebiet des GTZ-Projektes PATECORE

Die Dynamik der Desertifikation ist in weiten Teilen der Erde ungebrochen und schafft beunruhigende Perspektiven: So wird z.B. bis zum Jahr 2025 mit einem Rückgang der landwirtschaftlichen Nutzfläche in Afrika um zwei Drittel gerechnet.
Deshalb ist die Bekämpfung der Desertifikation ein Schwerpunkt der deutschen Entwicklungszusammenarbeit. Deutschland engagiert sich aktiv in allen von Dürre und Trockenheit betroffenen Kontinenten und leistet somit einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Konvention zur Bekämpfung der Desertifikation (UNCCD). Die UNCCD ist das zentrale Instrument zur Bekämpfung der Desertifikation und zur Schaffung günstiger Rahmenbedingungen für eine nachhaltige Entwicklung in Ländern der Trockenzonen.

Strategien zur Desertifikationsbekämpfung zielen auf die Erhaltung der Produktionsfaktoren Boden und Wasser und die gleichzeitige Erschließung von Einkommensquellen außerhalb der Landwirtschaft. Unabdingbare Voraussetzung für ihren Erfolg ist eine Beteiligung der betroffenen, lokalen Bevölkerung, die durch nationale Aktionsprogramme (NAP) zur Desertifikationsbekämpfung flankiert werden muss. Da Desertifikation mit zahlreichen Handlungsfeldern verknüpft ist, müssen Lösungsansätze mit anderen nationalen Entwicklungsstrategien, wie Armutsminderung, Dezentralisierung, Krisenprävention, Ernährungssicherung und Katastrophenvorsorge, verbunden werden.


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