Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH bündelt seit dem 1. Januar 2011 die Kompetenzen und langjährigen Erfahrungen von DED, GTZ und Inwent. Weitere Informationen erhalten Sie unter
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Ansprechpartner
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Programm Sozial- und Umweltstandards Tel.: +49 6196 79-1459 Fax: +49 6196 79-6132 E-Mail: social-ecological-standards@giz.de |
Hintergrund
VorgeschichteDas Leitbild der Nachhaltigen Entwicklung, wie es auf der Konferenz der Vereinten Nationen für Umwelt und Entwicklung 1992 in Rio de Janeiro von 178 Staaten verabschiedet wurde, zielt darauf ab, eine weitere Vergrößerung der Kluft zwischen wirtschaftlicher, sozialer und ökologischer Entwicklung zu verhindern. Dieses Leitbild folgt neuen Orientierungsmaßstäben und fordert, wirtschaftliche Aktivitäten nicht allein an ihrem ökonomischen Nutzen auszurichten, sondern zugleich Umweltschäden abzuwenden und die Menschenrechte einzuhalten. Dieses Konzept ist sehr eng mit dem Ziel der Armutsbekämpfung verbunden und appelliert an die Zukunftsverantwortung der heutigen Generationen. ProblemstellungDie verbreitete Unternehmenstätigkeit auf den weltweiten Güter-, Dienstleistungs-, Kapital- und Arbeitsmärkten hat ihren sozialen und ökologischen Tribut gefordert: Insbesondere in Entwicklungs- und Transformationsländern entsprechen die Produktionsbedingungen keineswegs dem Leitbild der Nachhaltigen Entwicklung. Die Gründe hierfür liegen in der zunehmenden Entkopplung der Wirtschaft von Gesellschaft und Umwelt sowie dem Verlust an ordnungspolitischer Steuerung durch nationale Regierungen. Den vielzähligen internationalen Abkommen mangelt es an effektiven Durchsetzungsmechanismen und praxisorientierten Vorgaben zu ihrer Umsetzung. RahmenbedingungenDie Globalisierung hat das Machtgefüge zwischen Staat, Wirtschaft und Zivilgesellschaft grundlegend verändert. In Abwesenheit supranationaler Institutionen, die eine sozialverträgliche und ökologisch nachhaltige Marktwirtschaft garantieren könnten, stellen freiwillige Selbstverpflichtungen der Privatwirtschaft – in Form von Verhaltenskodizes oder Gütesiegeln - eine Alternative dar, welche das Programmbüro fördert. Unterstützt wird diese Inpflichtnahme der Wirtschaft durch Gesellschaften in den Industrieländern, die verstärkt nachhaltige Produktionsweisen einfordern und diese mit ihren Kaufentscheidungen honorieren. HandlungsbedarfAus entwicklungspolitischer Perspektive bieten Standards die Chance, die wirtschaftliche Globalisierung sozial und ökologisch verträglich mitzugestalten: Durch mess- und überprüfbare Standards kann es gelingen, das Leitbild Nachhaltiger Entwicklung schrittweise in die Praxis umzusetzen. Standards setzen auf zwei verschiedenen Ebenen an: Auf betrieblicher Ebene sollen Abläufe sozial gerecht und umweltverträglich umgestaltet werden. Auf gesellschaftlicher Ebene geht es darum, eine transparente und partizipative Verhandlungskultur zwischen allen relevanten Akteuren zu etablieren. Ziel ist es, eine nachhaltige Verankerung von Standards in Gesellschaften zu erreichen.
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