GIZ - Deutsche Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit

GTZ ist jetzt die GIZ - Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit

Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH bündelt seit dem 1. Januar 2011 die Kompetenzen und langjährigen Erfahrungen von DED, GTZ und Inwent. Weitere Informationen erhalten Sie unter
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Themen > Sicherheit und Wiederaufbau > Wiederaufbau und Frieden > Ansatz

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Weitere Informationen erhalten Sie von:
Dr. Annette Backhaus
Tel.: +49 6196 79-1373
Fax: +49 6196 79-801373
E-Mail: annette.backhaus@giz.de

Ansatz

UN Foto Tim McKulka - Menschen auf der Flucht im Sudan

Der Wiederaufbau eines Landes oder einer Region nach Krisen und Konflikten kann nur dann langfristig erfolgreich sein, wenn die tieferen Ursachen der Krise erkannt und beseitigt werden. Dazu müssen die Mechanismen und Strukturen dauerhaft entschärft werden, die der gewalttätigen Austragung eines Konfliktes zugrunde liegen. Je früher dies geschieht und je umfassender krisenpräventive Strukturen etabliert werden, desto höher sind die Chancen, eine erneute gewaltsame Lösung von Konflikten zu verhindern.

Wiederaufbau und Stabilisierung mit der GTZ

Die Aktivitäten der GTZ in Postkonflikt-Ländern sind meist ausgerichtet auf

  • den Wiederaufbau der Infrastruktur,
  • die Schaffung einer sozialen Mindestversorgung,
  • die Verbesserung der Ernährungssituation,
  • die Wiedereingliederung von Flüchtlingen,
  • die Reintegration ehemaliger Kämpfer,
  • gesellschaftliche Versöhnung,
  • die Förderung politischer und gesellschaftlicher Akteure sowie
  • die Vermeidung eines erneuten Gewaltausbruchs.

In Kooperation mit den Partnern vor Ort fördert die GTZ durch die Vermittlung von Kenntnissen und Fähigkeiten die Eigeninitiative der Menschen, damit sie ihre Lebensbedingungen so schnell wie möglich aus eigener Kraft verbessern können. Für die GTZ ist es in ihren Projekten wichtig, dass die Bevölkerung zusammen mit staatlichen Institutionen am Wiederaufbau arbeitet, und durch  gemeinsam erzielte Erfolge wieder zusammenwächst.

Während bei kurzfristigen Maßnahmen die Ergebnisse recht eindeutig zu erfassen sind, ist dies wesentlich schwieriger bei Vorhaben, die längerfristig Veränderungsprozesse initiieren. Deshalb beobachtet die GTZ die Wirkungen ihrer Vorhaben mit Blick darauf, ob sie ihre Ziele erreichen und welche beabsichtigten und unbeabsichtigten, positiven und negativen Konsequenzen auf das Konfliktumfeld entstehen.

Beratung zu Entwicklungszusammenarbeit in Postkonflikt-Situationen

Das Beratungsvorhaben der GTZ „Frieden und Sicherheit“ berät das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung zu konzeptionellen Fragen der Entwicklungszusammenarbeit in Postkonflikt-Situationen. Dabei geht es etwa um das Spannungsfeld von Sicherheit versus Demokratie und um Strategien für die Abfolge von Leistungen (sequencing). Auch gilt es, eine Balance zwischen kurzfristig wirksamen und langfristig präventiven Ansätzen zu finden.

Kohärentes Vorgehen

Die deutsche EZ stimmt sich in Postkonflikt-Situationen mit anderen – auch sicherheitspolitischen - Akteuren ab. Darüber hinaus ist sie in vielen Ländern tätig, in denen auch militärische Stabilisierungsoperationen zum Beispiel der Vereinten Nationen stattfinden. Hier müssen alle Beteiligten positive Wechselwirkungen mithilfe des zivil-militärischen Zusammenwirkens und einer kohärenten deutschen Politik der verschiedenen Bundesressorts schaffen, die dem Ziel  nachhaltiger Stabilität dienen.

Versöhnung

Die von Konflikten betroffenen Gesellschaften sind nicht nur gespalten, sondern oft auch traumatisiert – durch Vertreibung, massive Menschenrechtsverletzungen und Kriegsverbrechen. In einer solchen Situation können Frieden, Gerechtigkeit und Entwicklung in einem Spannungsverhältnis zueinander stehen. Deshalb müssen gesellschaftlicher Ausgleich und die Rehabilitierung des sozialen Systems gleichrangig mit dem Wiederaufbau von Strukturen einer Friedenswirtschaft und eines dienstleistungsfähigen Staates beachtet werden.


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