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Weitere Informationen erhalten Sie von:
Dr. Annette Backhaus
Tel.: +49 6196 79-1373
Fax: +49 6196 79-801373
E-Mail: annette.backhaus@gtz.de

Ergebnisse

Die GTZ führt etwa 300 Projekte zur Krisenprävention und Friedensentwicklung durch, die meisten hiervon im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. Auch das Auswärtige Amt, andere Bundesministerien und internationale Institutionen beauftragen die GTZ immer öfter mit Projekten der Krisenprävention und Friedensförderung.

Frühwarnung
In Afrika unterstützt die GTZ im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung das für Frieden und Sicherheit zuständige Direktorat der Afrikanischen Union dabei, seine Kernaufgaben wahrzunehmen. Ein Schwerpunkt liegt hierbei auf der Prävention von politischen Krisen. Dies geschieht vor allem über die Unterstützung zum Auf- und Abbau eines kontinentalen Frühwarnsystems (CEWS) zur Erkennung von aufkommenden Krisen. In den häufig länderübergreifenden Ursachen und Auswirkungen von Instabilität leistet die GTZ damit einen Beitrag für die regionale Sicherheitsarchitektur. Der Afrikanischen Union ist es mit Unterstützung der GTZ gelungen,  die methodischen Kernelemente des Frühwarnsystems zu entwickeln und erstmals umzusetzen.

Gesellschaftlicher Zusammenhalt in Nepal
In Nepal setzt die GTZ unter anderem auf Capacity Development, um Frieden zu fördern. Sie unterstützt das Bildungssystem von Sri Lanka, Bildungsreformen umzusetzen. Ein Teil dieser Arbeit wurde mit dem Aufbau von 25 Schulen unterstützt. So konnten knapp 8.000 nepalesischen Schülern bessere Bildungschancen ermöglicht werden. Mehr als 600 Personen erhielten Aus- und Fortbildungen im Bereich Handwerk, Gastgewerbe und zur Existenzgründung.
Für die GTZ ist es ein Erfolg, wenn in sogenannten fragilen Staaten wie Nepal die soziale und ökonomische Reintegration von ehemaligen Flüchtlingen und Exkombattantinnen und Exkombattanten in das soziale und zivile Leben gefördert werden kann. Auf diese Weise wird der soziale Zusammenhalt einer Gesellschaft gestärkt, was einen Beitrag zum Friedenprozess leistet.

Methoden und Instrumente
Mit dem Leitfaden zum Peace and Conflict Assessment (PCA) stellt die GTZ dem BMZ und der gesamten staatlichen deutschen Entwicklungszusammenarbeit einen methodischen Rahmen für Maßnahmen der Krisenprävention und Friedensförderung zur Verfügung und gibt gleichzeitig praktische Empfehlungen für die Gestaltung von Projekten. Damit ist es der GTZ gelungen, die übergreifenden politischen Vorgaben in die praktische Arbeit vor Ort zu transferieren, Projekte mehr an den Rahmenbedingungen von Konflikten auszurichten und das Personal vor Ort für seine komplexen Aufgaben besser zu qualifizieren. Durch Beratung zu entwicklungspolitischen und übersektoralen Ansätzen zur Förderung von Frieden und Sicherheit leistet das Beratungsvorhaben „Frieden und Sicherheit“ der GTZ einen wesentlichen Beitrag zur Positionierung der deutschen EZ bei strategischen Fragen im Umgang mit fragilen Staaten und Konfliktländern, zur Krisenprävention und Friedensentwicklung.

Training und Qualifizierung in Deutschland
Die Arbeit in Krisen- und Konfliktgebieten erfordert, dass das entsandte Personal über besondere Fähigkeiten und Kenntnisse verfügt. Die GTZ bietet deshalb zahlreiche Weiterbildungsmöglichkeiten an, zum Beispiel zu Kommunikations- und Verhandlungstechniken in Konfliktsituationen. Aber auch die Vermittlung von Verfahren der Konfliktbearbeitung und die konfliktsensible Gestaltung von Programmen stehen im Trainingsprogramm der GTZ, das bisher etwa 200 ausreisende Mitarbeiter und Gutachter so gut wie möglich auf ihre Tätigkeit in Krisensituationen vorbereitet hat.


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