GIZ - Deutsche Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit

GTZ ist jetzt die GIZ - Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit

Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH bündelt seit dem 1. Januar 2011 die Kompetenzen und langjährigen Erfahrungen von DED, GTZ und Inwent. Weitere Informationen erhalten Sie unter
www.giz.de.

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Themen > Sicherheit und Wiederaufbau > Wiederaufbau und Frieden > Krisenprävention und Friedensentwicklung > Ansatz > Instrumente und Methoden

Instrumente und Methoden

Die Methoden und Konzepte der GIZ zur Förderung von Frieden und Sicherheit basieren sowohl auf wissenschaftlichen Erkenntnissen als auch auf Praxiserfahrungen aus etwa 300 Projekten und Vorhaben, die die GIZ weltweit umsetzt. Für die konkrete Anwendung der Methoden und Umsetzung der Konzepte stellen allerdings andauernde Gewalt und Instabilität eine große Herausforderung dar.

Das Ziel ist für die GIZ immer klar: Ihre Vorhaben und Projekte sollen einen Beitrag leisten, um vor Gewalt und Not zu schützen, Freiheit zu sichern, wiederherzustellen und nachhaltig zu gewährleisten. Dies geschieht sowohl mit Blick auf kurzfristige Ergebnisse, aber auch mit einer langfristigen und auf Nachhaltigkeit ausgerichteten Perspektive.

Die GIZ stellt sicher, dass ihre Programme individuell an bestimmte konkrete Konfliktsituationen angepasst sind, indem sie einen Konflikt und die Wirkungen ihrer Programme auf den Konflikt detailliert analysiert. Darauf basierend entwickelt die GIZ dann Strategien, wie Vorhaben angemessen auf einen Konflikt reagieren und helfen können, diesen zu mindern oder sogar beizulegen.

Das „Peace and Conflict Assessment“ (PCA) ist hier unser methodischer Rahmen. Er enthält mit vier Untersuchungsschritten:

  1. Konfliktanalyse und Definition von Erfordernissen zur Friedensschaffung: Wer sind die Konfliktakteure? Welche Ursachen hat der Konflikt? Wo verlaufen die aktuellen Konfliktlinien? Welche Faktoren begünstigen den Konflikt? Welche Vision von einer konfliktfreien Situation gibt es? Was muss unternommen werden, damit diese Vision erreicht wird?
  2. Friedens- und konfliktbezogene Relevanzbewertung von EZ-Maßnahmen: Wie relevant sind die EZ-Programme für die zentralen Erfordernisse zur Friedensschaffung?
  3. Risikoanalyse: Welche personellen Risiken bestehen vor Ort? Wie kann man diesen begegnen? Wie entwickelt sich das Umfeld?
  4. Friedens- und konfliktbezogene Wirkungsbeobachtung: Sind die Projekte konfliktsensibel? Werden die intendierten (Friedens-) Ziele erreicht?

Für die GIZ ist es selbstverständlich, dass sie ihre friedenspolitischen Vorhaben mit anderen einzelstaatlichen, bi- und multilateralen und nicht-staatlichen Initiativen koordiniert. Das können etwa UN-Programme, aber auch die Aktivitäten von politischen Stiftungen, kirchlichen Organisationen oder Durchführungsorganisationen anderer Länder sein. Die konflikt- und friedensspezifischen Aktivitäten der GIZ sind grundsätzlich strategisch auch mit anderen EZ-Vorhaben abgestimmt. Aber auch zur Außen- und Sicherheitspolitik gibt es eine enge Verknüpfung. Besonders wichtig ist dies etwa in Afghanistan.

Methoden zur Konfliktsensibilität sind keine theoretische Übung, sondern sie werden konkret für den Einsatz in der entwicklungspolitischen Praxis erarbeitet. Deshalb überprüft die GIZ regelmäßig, ob ihre Methoden auch tatsächlich dem Praxisbedarf entsprechen und wie sie für die politische Steuerung genutzt werden können.


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