GIZ - Deutsche Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit

GTZ ist jetzt die GIZ - Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit

Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH bündelt seit dem 1. Januar 2011 die Kompetenzen und langjährigen Erfahrungen von DED, GTZ und Inwent. Weitere Informationen erhalten Sie unter
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Themen > Sicherheit und Wiederaufbau > Wiederaufbau und Frieden > Krisenprävention und Friedensentwicklung > Ansatz

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Dunja Brede
Tel.: +49 6196 79-1606
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Ansatz

Entwicklung fördert Frieden ebenso, wie Frieden Entwicklung fördert. Viele Programme, die etwa in erster Linie Armut bekämpfen oder die nachhaltige Nutzung von Ressourcen unterstützen, wirken gleichzeitig präventiv und begünstigen Frieden. Spezifische Maßnahmen der Krisenprävention und Friedensförderung berücksichtigen die Bedeutung von Konflikten auf die Entwicklungschancen einer Gesellschaft und orientieren sich primär an den strukturellen Ursachen für Konflikte. Außerdem sehen sie alle Akteure auch in deren Rolle als Konfliktpartei, sei es als Kriegstreiber, Friedensaktivisten, potenzielle Opfer von Gewalt oder Nutznießer von Gewaltökonomien.

Ziel der GIZ ist es dabei, eine demokratisch legitimierte und rechtsstaatliche Kontrolle von Gewalt zu unterstützen und das gesellschaftliche Gewaltniveau insgesamt zu verringern. Konkret bedeutet dies beispielsweise, Jugendlichen Zukunftsperspektiven zu geben, damit sie sich nicht kriminellen Banden anschließen, oder Polizeikräfte als staatliche Garanten für Sicherheit auszubilden.

Konflikte sind ein natürlicher Bestandteil menschlichen Zusammenlebens. Deshalb kann es nie darum gehen, Konflikte "abzuschaffen". Die Frage ist vielmehr, wie ein Konflikt ausgetragen wird: nach rechtsstaatlichen Prinzipien mit Mechanismen der friedlichen Konfliktbearbeitung – oder mit Gewalt, Unterdrückung und autoritärer Macht.

Immer vor Ort aktiv: Friedensstifter, Gewaltakteure und Blockadekräfte

In jedem Konflikt, in jeder Krise gibt es lokale Akteure – staatliche und zivilgesellschaftliche – die sich für gewaltfreie Konfliktlösungen einsetzen. Die GIZ stärkt diese Friedens- und Reformkräfte etwa durch Weiterbildungsangebote und vernetzt sie miteinander, damit sie als Friedensallianzen selbstbestimmt Institutionen und Verfahren entwickeln können, um Konflikte gewaltfrei auszutragen. Wenn Gewaltakteure und Blockadekräfte die politische Situation beherrschen, bleibt die GIZ in Absprache mit ihren Auftraggebern ebenfalls präsent, wobei Allparteilichkeit stets eine hohe Priorität einnimmt.

Konfliktsensibiliät/Do no Harm

Will EZ nachhaltig wirken, so muss sie vermeiden, dass sie ungewollt Konflikte verschärft. Dies kann beispielsweise passieren, wenn sie in einem Projekt mit einer Konfliktpartei arbeitet und eine andere sich dadurch benachteiligt fühlt und dies in Bezug zu einem übergeordneten Konflikt setzt. Manchmal schürt EZ auch unbewusst Erwartungen bei der Bevölkerung, denen sie später nicht entsprechen kann.

Generell erfordern Krisen und Konflikte immer ein konfliktsensibles Vorgehen. Dabei werden beispielsweise Konflikte analysiert, konfliktbezogene Wirkungen von EZ beobachtet und nach Möglichkeiten gesucht, wo konstruktive Konfliktbearbeitung ansetzen kann, welche Risiken Projektaktivitäten enthalten und wie diese Risiken vermieden werden können.

Konfliktsensibilität bedeutet nicht, dass die GIZ darauf verzichten will, sinnvolle Veränderungen zu unterstützen, die ein Konfliktpotenzial aufweisen. Gerade in Konfliktsituationen sind Veränderungen im Sinne der entwicklungspolitischen Ziele besonders wichtig, um strukturelle Ursachen von Konflikten zu überwinden. Konfliktsensibilität erfordert vielmehr ein erhöhtes Bewusstsein für Interessenkonflikte und für eine gewaltfreie Konfliktbearbeitung. Letztere muss immer an das gesellschaftliche Umfeld angepasst sein. Und wenn es in einem Land traditionelle Methoden der Konfliktbearbeitung gibt, dann ist es für die GIZ selbstverständlich, diese zur Lösung des Konflikts zu stärken.

UN-Foto Marc Garten- Frauen in Kriesencentrum Bangladesh

Geschlechterorientierung/Gender

Besonders Frauen müssen in Konfliktsituationen vor sexualisierter Gewalt geschützt werden. Deshalb unterstützt die GTZ Aktivitäten, die die Gewalt gegen Frauen eindämmen, konkrete Schutzmaßnahmen entwickeln –  etwa Menschenrechtstrainings für Sicherheitskräfte - und die sich der Betreuung und Rehabilitation von Opfern annehmen.


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