Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH bündelt seit dem 1. Januar 2011 die Kompetenzen und langjährigen Erfahrungen von DED, GTZ und Inwent. Weitere Informationen erhalten Sie unter
www.giz.de.
![]() |
|
Ansprechpartner
Weitere Informationen erhalten Sie von:
Dunja Brede Tel.: +49 6196 79-1606 Fax: +49 6196 79-801606 E-Mail: dunja.brede@giz.de |
HintergrundGewalt und Unsicherheit hemmen wirtschaftliche wie gesellschaftliche Entwicklung. In manchen Fällen machen sie bisherige Entwicklungserfolge mit einem Schlag zunichte. Auch dort, wo Konflikte (noch) nicht gewaltsam ausgetragen werden, absorbieren Gewalt und Unsicherheit Entwicklungspotenziale. Vielfach geschieht dies in so genannten fragilen Staaten mit schlechter Regierungsführung, in denen mehr als 20 Prozent der Weltbevölkerung leben – zum Beispiel in Somalia oder Sierra Leone. Deshalb muss Entwicklungspolitik gerade dort die Widerstandskraft der Bevölkerung stärken und dazu beitragen, die strukturellen Ursachen von Gewalt und Unsicherheit zu mindern. Primär ist die GIZ für das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) in weltweit etwa 300 Projekten zu Krisenprävention und Friedensförderung tätig. Aber sie übernimmt vermehrt auch Aufträge anderer Bundesressorts, etwa des Auswärtigen Amtes (AA) oder des Bundesministeriums der Verteidigung (BMVg) und von multilateralen und internationalen Organisationen wie den Vereinten Nationen. Deutschland: Politische Rahmenbedingungen Bereits seit den 1990er Jahren wird intensiv an der Frage gearbeitet, wie die internationale Zusammenarbeit dazu beitragen kann, Unsicherheit und Gewalt zu verhindern, einzudämmen oder zu überwinden. Das übersektorale Konzept des BMZ „Krisenprävention, Konfliktbearbeitung und Friedensförderung in der deutschen Entwicklungszusammenarbeit“ enthält hierzu verbindliche Vorgaben für die deutsche Entwicklungszusammenarbeit. Es legt drei Orientierungen für die Friedensförderung fest: 1. Entwicklungszusammenarbeit (EZ) hilft strukturelle Konfliktursachen zu reduzieren und krisenhafte Eskalation frühzeitig zu verhindern. 2. EZ fördert Mechanismen gewaltfreier Konfliktbearbeitung und unterstützt gesellschaftliche und staatliche Akteure bei der gewaltfreien Konfliktbearbeitung. 3. EZ setzt sich für die Friedensentwicklung nach der Beendigung von Gewaltkonflikten ein. Der ressortübergreifende Aktionsplan der Bundesregierung "Zivile Krisenprävention, Konfliktlösung und Friedenskonsolidierung" aus dem Jahr 2004 dient als verbindliche Grundlage für das deutsche politische Handeln in Ländern, die von Krisen und Konflikten bedroht oder betroffen sind. Es gilt für alle relevanten Politikbereiche. Internationale Grundlagen Ein Meilenstein für die stärkere Ausrichtung der Entwicklungspolitik auf die Aufgaben der Krisenprävention und Konfliktbearbeitung waren die "DAC-Guidelines on Conflict, Peace and Development" des OECD/DAC (Development Assistance Committee der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung) aus dem Jahr 1997. Außerdem organisierten sich alle großen Entwicklungsagenturen im "Conflict-Prevention and Post-Conflict Reconstruction Network", um sich über operative Fragen zur Krisenprävention und Friedensförderung auszutauschen. Die stärkere Verschränkung von staatlicher Fragilität und Konfliktberarbeitung führte zur Etablierung des „International Network on Conflict and Fragility“ (INCAF) innerhalb der OECD.
Genauere Informationen zu diesen Dokumenten und Institutionen finden Sie auch unter der Rubrik
|