Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH bündelt seit dem 1. Januar 2011 die Kompetenzen und langjährigen Erfahrungen von DED, GTZ und Inwent. Weitere Informationen erhalten Sie unter
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Hintergrund
Auslöser für Naturkatastrophen sind extreme klimatische (etwa Stürme) und tektonische (wie Erdbeben) Naturereignisse. Aber auch das Eingreifen des Menschen in das Ökosystem (etwa durch Entwaldung) kann extreme Naturereignisse (Hangrutschungen) hervorrufen.
Im Katastrophenfall sind Hilfeleistungen notwendig, da die betroffene Gesellschaft nicht aus eigener Kraft die Schäden und Verluste auszugleichen vermag. In den meisten Fällen werden Nothilfemaßnahmen aus Mitteln bezahlt, die für Entwicklung vorgesehen waren. So gehen wichtige Ressourcen verloren. Um jedoch langfristige, nachhaltige Entwicklung zu ermöglichen, muss in den gefährdeten Ländern verstärkt in vorbeugende Maßnahmen investiert werden. Wissenschaftliche Berechnungen zeigen, dass sich Katastrophenvorsorge lohnt: Wären in den 1990er Jahren 40 Milliarden US-Dollar in Katastrophenvorsorge investiert worden, hätten 280 Milliarden US-Dollar an Folgekosten von Katastrophen eingespart werden können. Der Ansatzpunkt, um Schäden und Verluste durch Naturereignisse zu verringern oder gar zu vermeiden, ist das Katastrophenrisiko. Katastrophenvorsorge zielt darauf ab, eben dieses Risiko zu reduzieren. Es setzt sich einerseits aus der Bedrohung – dem Naturereignis – und andererseits aus der Anfälligkeit zusammen. Anfälligkeit entsteht aus dem Zusammenspiel sozialer, ökonomischer, physischer und Umweltfaktoren und wird durch verschiedene miteinander verwobene Phänomene verstärkt:
Um das Katastrophenrisiko zu senken, müssen all diese Aspekte mitberücksichtigt werden. |