GIZ - Deutsche Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit

GTZ ist jetzt die GIZ - Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit

Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH bündelt seit dem 1. Januar 2011 die Kompetenzen und langjährigen Erfahrungen von DED, GTZ und Inwent. Weitere Informationen erhalten Sie unter
www.giz.de.

Suche 
Themen > Sicherheit und Wiederaufbau > Wiederaufbau und Frieden > Katastrophenvorsorge > Hintergrund

Ansprechpartner

Weitere Informationen erhalten Sie von:
Wolfgang Lutz
Tel.: +49 6196 79 1621
Fax: +49 6196 79 80 1621
E-Mail: disaster-reduction@giz.de

Hintergrund

Nach einem Erdbeben in Perù. © GTZ

Auslöser für Naturkatastrophen sind extreme klimatische (etwa Stürme) und tektonische (wie Erdbeben) Naturereignisse. Aber auch das Eingreifen des Menschen in das Ökosystem (etwa durch Entwaldung) kann extreme Naturereignisse (Hangrutschungen) hervorrufen.
Diese Naturereignisse lösen allerdings nur dann Katastrophen aus, wenn sie auf Gesellschaften treffen, die dafür anfällig sind.

Definition Katastrophe
Eine Katastrophe ist "die Unterbrechung der Funktionsfähigkeit einer Gemeinschaft oder Gesellschaft, die hohe menschliche, materielle, ökonomische und ökologische Verluste verursacht und die Fähigkeit der betroffenen Gemeinschaft oder Gesellschaft übersteigt, diese aus eigener Kraft zu bewältigen."
Sekretariat der Internationalen Strategie zur Reduzierung von Katastrophen der VN (ISDR)

In Indonesien wurden durch den Tsunami viele Häuser bis auf ihre Grundfeste zerstört. © GTZ

Im Katastrophenfall sind Hilfeleistungen notwendig, da die betroffene Gesellschaft nicht aus eigener Kraft die Schäden und Verluste auszugleichen vermag. In den meisten Fällen werden Nothilfemaßnahmen aus Mitteln bezahlt, die für Entwicklung vorgesehen waren. So gehen wichtige Ressourcen verloren.

Um jedoch langfristige, nachhaltige Entwicklung zu ermöglichen, muss in den gefährdeten Ländern verstärkt in vorbeugende Maßnahmen investiert werden. Wissenschaftliche Berechnungen zeigen, dass sich Katastrophenvorsorge lohnt: Wären in den 1990er Jahren 40 Milliarden US-Dollar in Katastrophenvorsorge investiert worden, hätten 280 Milliarden US-Dollar an Folgekosten von Katastrophen eingespart werden können.

Der Ansatzpunkt, um Schäden und Verluste durch Naturereignisse zu verringern oder gar zu vermeiden, ist das Katastrophenrisiko. Katastrophenvorsorge zielt darauf ab, eben dieses Risiko zu reduzieren. Es setzt sich einerseits aus der Bedrohung – dem Naturereignis – und andererseits aus der Anfälligkeit zusammen.

Anfälligkeit entsteht aus dem Zusammenspiel sozialer, ökonomischer, physischer und Umweltfaktoren und wird durch verschiedene miteinander verwobene Phänomene verstärkt:

  • Armut macht Menschen anfälliger für Katastrophen, da sie sich nur unzureichend schützen und vorbereiten können.
  • Bevölkerungswachstum und Migration in Ballungsräume führen zur Besiedlung gefährdeter Gebiete (zum Beispiel an Steilhängen).
  • Armut, falsche Landnutzungstechniken und Siedlungsdruck führen zur Ausbeutung natürlicher Ressourcen. Diese wiederum begünstigt Hangrutschungen, Dürren etc.
  • Regierungen und Verwaltungen der betroffenen Länder haben oft unzureichende Kommunikations- und Verantwortungsstrukturen, was Vorsorge und Reaktion erschwert.
  • Der globale Klimawandel verstärkt die Gefährdung durch extreme Naturereignisse und deren Folgen.

Um das Katastrophenrisiko zu senken, müssen all diese Aspekte mitberücksichtigt werden.


Ansprechpartner

Weitere Informationen erhalten Sie von:
Wolfgang Lutz
Tel.: +49 6196 79 1621
Fax: +49 6196 79 80 1621
E-Mail: disaster-reduction@giz.de
© 2004 Copyright by GTZ. Alle Rechte vorbehalten.
Jobs und Karriere | Publikationen | Newsletter | Ausschreibungen | Presse | Kontakt | Sitemap | Login