Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH bündelt seit dem 1. Januar 2011 die Kompetenzen und langjährigen Erfahrungen von DED, GTZ und Inwent. Weitere Informationen erhalten Sie unter
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Katastrophenvorsorge
"Die Natur kennt keine Katastrophen. Katastrophen kennt allein der Mensch, sofern er sie überlebt." (Max Frisch, Schriftsteller und Philosoph) Naturkatastrophen haben in den letzten Jahren an Zahl und Ausmaß stark zugenommen. An deren Folgen starben alleine 2005 weltweit über 100.000 Menschen. Die Sachschäden beliefen sich auf über 210 Milliarden US-Dollar. Die verheerendsten Auswirkungen von Naturkatastrophen gibt es in Entwicklungsländern. Etwa zwei Drittel der Partnerländer der deutschen Entwicklungszusammenarbeit sind einem hohen Katastrophenrisiko ausgesetzt. Arme Länder verfügen nicht über die Ressourcen, um sich vor extremen Naturereignissen zu schützen. Umgekehrt zerstören Naturereignisse Häuser, Infrastruktur und die Produktionsgrundlagen der Menschen und führen so zu noch größerer Armut. Katastrophen unterbrechen also nicht nur Entwicklung; vielmehr werfen sie diese um Jahre zurück. Dabei sind Katastrophen vermeidbar! Durch Katastrophenvorsorge können Leben gerettet und die Schäden vermieden werden. Sie ist für nachhaltige und stabile Entwicklung unabdingbar. Katastrophenvorsorge bedient sich dabei dreier Aktionsfelder: Risikoanalyse, Vorbeugung und Vorbereitung auf den Katastrophenfall. Die GIZ (ehemals GTZ) führt seit 1997 Entwicklungsmaßnahmen zur Katastrophenvorsorge durch. So hat das indonesische Bildungsministerium unterstützt durch die GIZ Maßnahmen zur Katastrophenvorsorge in die Grundschullehrpläne integriert. Bei einem Erdbeben im Mai 2006 in Yogyakarta wurde dieses Wissen von den Kindern – und deren Familienangehörigen – angewandt. Die Zahl der Opfer blieb so deutlich unter jener aus vergleichbaren Situationen. |