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Frau Rubeena Esmail-Arndt
E-Mail: rubeena.esmail-arndt@giz.de

Aufbau und Förderung von Strukturen im Jugendsektor

Programmkurzbeschreibung

Bezeichnung: Aufbau und Förderung von Strukturen im Jugendsektor
Auftraggeber: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
Land: Bosnien und Herzegowina
Politischer Träger: Ministerium für Zivile Angelegenheiten und Entitätsministerien für Jugendfragen
Gesamtlaufzeit: 2003 bis 2010

Ausgangssituation

Gruppenarbeit in der Ausbildung zum Jugendleiter in Bosnien und Herzegowina

Jugendliche in Bosnien und Herzegowina sind immer noch überdurchschnittlich marginalisiert. Die politische Entwicklung des Landes ist nach wie vor stark von der Unterstützung der internationalen Staatengemeinschaft abhängig. Es bestehen weiterhin Spannungen zwischen dem Gesamtstaat, den Entitäten und Ethnien. Dies hat zur Folge, dass viele staatliche Strukturen immer noch sehr schwach sind und das Potenzial junger Menschen zur gesellschaftlichen Entwicklung nur unzureichend fördern und nutzen.

Ziel

Staatliche Strukturen in Bosnien und Herzegowina entwickeln in Zusammenarbeit mit der Zivilgesellschaft und Jugendräten eine koordinierte und auf allen Ebenen befindliche Jugendpolitik.

Vorgehensweise

Zertifikatsverleihung nach der ersten Ausbildung von Jugendreferenten in Bosnien und Herzegowina

Es werden umfangreiche Fort-und Weiterbildungsmaßnahmen mit Mitarbeitern aus staatlichen Strukturen auf allen Staatsebenen durchgeführt. Die Mitarbeiter/innen werden so qualifiziert, dass sie ihre eigenen Jugendhilfepläne, bzw. Jugendstrategien und Jugendpolitik ausarbeiten und umsetzen können. Eigens für Bosnien wurde ein Ausbildungsplan für Jugendreferenten entwickelt. Ferner erhalten die zuständigen Entitätsministerien und ein nationales Gremium für Jugendfragen laufende Beratung. In ausgewählten Gemeinden werden Jugendliche und Jugendräte sowohl bezüglich finanzieller Zuschüsse sowie technischer Beratung und Seminaren für Jugendleiter/innen beraten. Darüberhinaus werden Jugendräte bei der Etablierung einer eigenen ökonomischen Grundlage durch finanzielle und technische Hilfe unterstützt.

Wirkung – Was bisher erreicht wurde

Das nationale Gremium bestehend aus Mitgliedern staatlicher und nichtstaatlicher Institutionen erarbeitete eine nationale Jugendpolitik in Zusammenarbeit mit allen wichtigen Akteuren im Land. Die Jugendpolitik ist die Basis zur Systematisierung der staatlichen Unterstützung und Mittelvergabe zur Förderung der Jugend im Land.
Ein Drittel aller bosnischen Gemeinden haben einen ausgebildeten Jugendreferenten, der in einem eigens gegründeten Verein organisiert ist. Der Verein bietet Ausbildungen an und professionalisiert die Jugendarbeit in Bosnien. Ein Viertel aller Gemeinden verfügen über eine multisektorale lokale Jugendstrategie (außerschulische Bildung, Gesundheit, Beschäftigung usw.). Durch diese Maßnahmen werden mehr als 50000 Jugendliche erreicht. Die Gemeinden finanzieren die Aktivitäten aus eigenen Mitteln. Über 1000 Jugendliche können an Angeboten durch Jugendräte in ihren Gemeinden teilnehmen.150 Jugendleiter/innen betreuen die Jugendaktivitäten und beteiligen sich aktiv an der Verbesserung der Lage der Jugend in ihrer Gemeinde. Die gute Zusammenarbeit zwischen Jugendräten und den Gemeinden führte zum Aufbau von mehr als 10 Jugendzentren mit über 5000 Besuchern pro Jahr. Weitere sind für die nächsten Jahre in Planung. Die Jugendzentren finden bei den Jugendlichen eine hohe Akzeptanz als Treffpunkte und Bildungsstätten.

Weiterführende Informationen


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Frau Rubeena Esmail-Arndt
E-Mail: rubeena.esmail-arndt@giz.de
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