Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH bündelt seit dem 1. Januar 2011 die Kompetenzen und langjährigen Erfahrungen von DED, GTZ und Inwent. Weitere Informationen erhalten Sie unter
www.giz.de.
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ErgebnisseChile: Förderung von Einrichtungen der Jugendarbeit in Armutsgebieten (1997-2006)Unterstützt von der GIZ (damals GTZ) verabschiedete die chilenische Regierung 2004 einen nationalen Jugendplan, der die umfassende Förderung von Kindern und Jugendlichen festschreibt. Um diesen Plan in die Tat umzusetzen zu können, stand der Aufbau lokaler Strukturen für die Jugendarbeit im Zentrum des Vorhabens. Heute gibt es in über 42 Stadtverwaltungen eigene Jugendhilfeangebote. Ergänzend bildete die GIZ Beamte und Jugendsozialarbeiter vor allem in sozialen Brennpunkten für die Zusammenarbeit mit Kindern und Jugendlichen aus. Die anfänglich einzelnen Fortbildungskurse wuchsen zunächst zu regionalen, strukturierten Fortbildungsprogrammen und entwickelten sich weiter zu universitären Bildungsprogrammen. Durch dieses Leistungsangebot lernten 1.348 Jugendberater landesweit neue Methoden und Konzepte der Jugendarbeit kennen. Kenia: Integrierte Förderung von Straßenkindern (2000- 2006)Mit Unterstützung der GIZ (damals GTZ) verabschiedete die Regierung im Dezember 2001 das kenianische Kindergesetz. Dieses Gesetz legt erstmals eine Fürsorgepflicht von Staat und Eltern fest. In der Folge gründete die Regierung ein eigenständiges Ministerium für Jugendangelegenheiten. Dort, wo zu Projektbeginn eine einzige Mitarbeiterin mit Jugendförderung vertraut war, arbeiten heute fünf Abteilungen in einem eigenen Ministerium für die Belange junger Menschen. Für 2006 hatte das Ministerium ein Budget von 35.9 Millionen Euro. Zusätzlich hat die Regierung einen “Youth Development Fund” mit fast 11 Millionen Euro eingerichtet. Außerdem konnte durch die gezielte Beratung von 100 staatlichen und nichtstaatlichen Organisationen die Situation der Straßenkinder deutlich verbessert werden: Rund 45.000 Kinder und Jugendliche konnten durch die Stärkung ihres Selbsthilfepotenzials ihre Lebensumstände verbessern. Lateinamerika (El Salvador, Nicaragua, Honduras, Kolumbien, Peru, Argentinien): Jugendförderung und Gewaltprävention (2001-2008)Ziel und zugleich Erfolg dieses überregionalen Projektes war die Vernetzung staatlicher und nicht staatlicher Akteure mit Jugendlichen und untereinander. In den fünf beteiligten Ländern haben sich Netzwerke institutionalisiert, die sich bei den Regierungen und im privaten Sektor für die Belange der Jugendlichen einsetzen. Gemeinsam haben sie Gewaltpräventionsstrategien erarbeitet und in die Jugendpolitiken integriert und Fortbildungen dazu durchgeführt. Beispielsweise nahmen 2007 in Honduras 128 Angestellte vom Erziehungs- und Gesundheitsministerium und das Personal von Nichtregierungs- und Jugendorganisationen an diesen Fortbildungen teil. Nepal: Verbesserung der Situation arbeitender Kinder (1997-2006)Viele Kinder in Nepal brechen sehr jung die Schule ab, um zu arbeiten. Das Projekt trug dazu bei, dass die nepalesische Regierung Kinderarbeit härter ahndet und gleichzeitig Alternativen zu dieser bietet. Über 4000 Kinder, die bei Projektbeginn 6 bis 16 Jahre alt waren und nicht zur Schule gingen, wurden mit Hilfe verschiedener Programme in den normalen Schulbetrieb integriert. Daneben wurden mehrere Kindergärten und Jugendzentren in Eigeninitiative von Anwohnern eingerichtet: Nach einem Anstoß des Vorhabens führen heute lokale Gruppen die Betreuungszentren für Kleinkinder selbständig weiter und kommen für einen Großteil der Kosten auf. Durch die Möglichkeiten, die die Jugendzentren der Zielgruppe boten, stieg das Maß an Selbstvertrauen unter den Kindern und Jugendlichen: 100.000 Mädchen und Jungen organisieren heute in Jugendclubs eigene Freizeitangebote. |