Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH bündelt seit dem 1. Januar 2011 die Kompetenzen und langjährigen Erfahrungen von DED, GTZ und Inwent. Weitere Informationen erhalten Sie unter
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Förderung von sexueller und reproduktiver Gesundheit und HIV-Prävention bei JugendlichenProjektkurzbeschreibung
Bezeichnung: Förderung von sexueller und reproduktiver Gesundheit und HIV-Prävention bei Jugendlichen
AusgangssituationZugang zu jugendfreundlicher medizinischer Versorgung mit allgemeiner Aufklärung über Sexualität und HIV gibt es in Bosnien und Herzegowina fast nicht. Jugendliche sind dadurch sorglos und uninformiert und treffen keine bewussten Entscheidungen für ihre Gesundheit und Sexualität. Die zuständigen Behörden und Jugendorganisationen können keine geeigneten Beratungsleistungen zu Gesundheit und HIV-Prävention für Jugendliche auf dem Land anbieten. Bisher beschränkten sich Aufklärungesmaßnahmen vor allem auf die größeren Städte. Insbesondere junge Menschen in ländlichen Gebieten sind deshalb nur unzureichend informiert, beispielsweise darüber, wie sie sich vor Infektionen schützen können. ZielGemeindestrukturen und Jugendräte in Bosnien und Herzegowina führen gemeinsam entwickelte Beratungsangebote und partizipative Methoden zu Gesundheit und HIV-Prävention für junge Menschen in kleineren und ländlichen Kommunen ein. VorgehensweiseFür Jugendreferenten sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus den Gesundheitszentren und Jugendorganisationen wird in großem Umfang die Entwicklung von Kompetenzen und Ressourcen (Capacity Development) angeboten. Ausgewählte Jugendleiter aus Jugendorganisationen werden als Peer Educators fortgebildet, um vor allem in Jugendzentren und anderen Jugendeinrichtungen Informationsveranstaltung abzuhalten und Informationsmaterial zu verbreiten. Die verantwortlichen Gemeindemitarbeiter für Jugendfragen (Jugendreferenten) werden bei der Durchführung ihrer Aufgaben in Jugendorganisationen, Ministerien und innerhalb der Verwaltung unterstützt und beraten. Fachgruppen zur Durchführung der Jugendstrategie werden unterstützt und vernetzt, um sich gegenseitig maximal zu verstärken. Partizipative Methoden zur Aufklärung und HIV-Prävention wie der Mitmach-Parcours der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) werden kulturell angepasst und in Jugendeinrichtungen eingesetzt. Die regionale und vertikale Verzahnung zwischen Gemeinden und Ministerien wird gefördert. Wirkung – Was bisher erreicht wurdeIn 20 Gemeinden gibt es Informationsstellen in lokalen Jugendzentren. Hier können Jugendliche sich über Internet und mit Broschüren über verschiedene Gesundheitsthemen informieren oder Informationsveranstaltungen besuchen. Über 60 Jugendliche haben eine Ausbildung als Jugendleiterinnen und -leiter mit Zusatzqualifikation zum Peer-to-Peer Educator gemacht und halten in Jugendzentren oder Schulen regelmäßig Schulungen zu Themen wie Gesundheitsvorsorge, Sexualität und HIV-Prävention ab. Der partizipative Mitmach-Parcours der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) wurde für Bosnien und Herzegowina adaptiert und wird in 20 Gemeinden eingesetzt. Die Resonanz auf die Aufklärungsangebote für junge Menschen ist groß und hat schon 6.000 Jugendliche erreicht. Besonders Schulen laden die ausgebildeten Jugendleiter gern ein, um die interaktiven Methoden zur gesundheitlichen Aufklärung in ihren Klassen einzusetzen. Kooperation und Koordination von Regierungsorganisationen und Zivilgesellschaft in den Themenbereichen Jugend und Gesundheit verstetigen sich, indem viele Gemeinden entsprechende Arbeitsgruppen unter der Leitung des lokalen Jugendreferenten eingerichtet haben. Die Aktivitäten der GIZ unterstützen die Gesundheitsministerien des Landes bei der Umsetzung eines Teils ihrer Jugendgesundheitsstrategien.
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