Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH bündelt seit dem 1. Januar 2011 die Kompetenzen und langjährigen Erfahrungen von DED, GTZ und Inwent. Weitere Informationen erhalten Sie unter
www.giz.de.
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1:0 für JugendentwicklungProjektkurzbeschreibung
Bezeichnung: Entwicklung Jugendlicher durch Fußball
Ausgangssituation
Mehr als jeder andere Sport kann Fußball Menschen verschiedenster Nationen und Kulturen verbinden. Als Mannschaftssport fördert Fußball Fairness und Toleranz. Das Spiel kann die Grenzen zwischen den Geschlechtern überwinden, das gegenseitige Verstehen erleichtern und zu einer positiven Persönlichkeits- und Charakterentwicklung beitragen. Die Aussicht darauf, dass 2010 die erste FIFA-Weltmeisterschaft auf dem afrikanischen Kontinent ausgetragen wird, erfüllt viele Afrikaner mit großem Stolz. Fußball hat dadurch einen neuen Stellenwert erlangt. Die Leidenschaft für den Sport ist überall zu spüren, besonders unter der schwarzen Bevölkerung, wo der südafrikanische Fußball seine Wurzeln hat. Sport lehrt Strategien der friedlichen Auseinandersetzung, schult die Fähigkeit, mit Niederlagen umzugehen und formt die Persönlichkeit. ZielZiel des Projekts ist es, das soziale und erzieherische Potenzial von Fußball und Sport im Allgemeinen für die Entwicklung Jugendlicher in Südafrika und in anderen afrikanischen Ländern zu nutzen. Der Schwerpunkt liegt auf benachteiligten Mädchen und Jungen. Das Projekt vermittelt ihnen Fähigkeiten und fördert sie, damit sie ihr Leben selbst in die Hand nehmen und positiv gestalten können. Gleichzeitig regt das Projekt dazu an, dauerhafte Strukturen zu schaffen, die zu einer Langzeitinvestition werden. Vorgehensweise
Die Idee zum Projekt „Youth Development through Football“ (YDF) wurde während der Fußballweltmeisterschaft 2006 in Deutschland geboren. Das Projekt arbeitet mit Regierungs- und Nichtregierungsinstitutionen zusammen, die Fußball bereits erfolgreich für die Entwicklung Jugendlicher einsetzen, und unterstützt und stärkt sie in ihrer Arbeit. Es ist Teil des Breitensportprogramms des südafrikanischen Sportministeriums und arbeitet eng mit Schulen und Sportkoordinatoren zusammen. Derzeit arbeitet YDF in vier der neun südafrikanischen Provinzen und in acht weiteren afrikanischen Ländern. Im Partnerland Kenia wird das Projekt von der gemeinnützigen Organisation streetfootballworld gGmbH implementiert. Der Projektansatz variiert in Abhängigkeit von den Bedürfnissen der Provinzen und Länder. Entwicklungsrelevante Schwerpunktthemen sind die Prävention von Kriminalität und Gewalt, von HIV und AIDS, die Förderung von Umweltbewusstsein und Frieden sowie Möglichkeiten der politischen und gesellschaftlichen Teilhabe. Die Vorhaben richten sich an Trainer und Jugendliche. Erfolgreiche Ansätze werden standardisiert und in leicht verständlichen Handbüchern zusammengefasst. Sie leiten dazu an, Trainer so auszubilden, dass sie eine Vorbildrolle für die Jugendlichen übernehmen können. Gezeigt wird, wie Fußballtraining sinnvoll und effektiv mit der Vermittlung von Fähigkeiten und Wissen verbunden werden kann, die die Chancen der Jugendlichen im Leben verbessern. Mit Hilfe dieser Handbücher werden junge Trainer außerdem so ausgebildet, dass sie die Idee der Jugendentwicklung durch Sport in die anderen südafrikanischen Provinzen und afrikanischen Partnerländer tragen können. Darüber hinaus nutzt YDF Sportereignisse, die die Jugendförderung betonen, um den Projektansatz zu erklären und unterstützt Netzwerke, die ihren inhaltlichen Schwerpunkt auf soziale Veränderungen durch Sport legen. In Südafrika hat YDF seinen Schwerpunkt darauf gelegt, Ligen aufzustellen, die Fußball mit sozialem Engagement und einkommensfördernden Maßnahmen verbinden. In Mamelodi, einem Township außerhalb von Tshwane, haben sich beispielsweise mit Hilfe von YDF und mit Unterstützung durch Gauteng North Sport Council und Altus Sport Vuma acht Grundschulen zusammengeschlossen und die Mamelodi 8 Schul-Liga gegründet. Mamelodi 8 etabliert Straßenfußball im Einzugsgebiet dieser Schulen und verknüpft Sport mit der Vermittlung von Lebens- und Gesundheitskompetenzen (Life Skills). Die Nichtregierungsorganisationen Green Feet und Karos & Kambro nutzen die Kreativität der Jugendlichen, um Umweltbewusstsein zu schaffen. Mit den Mitteln des Theaters werden Teams und Mannschaftskapitäne gestärkt, und ermutigt, ihr neu erworbenes Wissen an Mannschaftskameraden, Trainer, Erzieher, deren Familien, Schulen und breitere Gesellschaftschichten weiterzugeben. Zwei Consultingfirmen unterstützen YDF: Die sambische EduSport Foundation trainiert Coach-Instruktoren und Coaches auf der Basis des YDF Toolkits. BH Impact Assessment Services (Universität Johannesburg) begleitet das Projekt und evaluiert seine Wirkungen. Wirkung – Was bisher erreicht wurdeBis heute haben die Erziehungs- und Ausbildungsmaßnahmen fast 16.000 Jugendliche allein in Südafrika erreicht. Über 500 Freiwillige sind im YDF-Projekt aktiv. Mehr als 30 von ihnen wurden bereits als Jugendtrainer ausgebildet und setzen das YDF-Konzept um. Viele von ihnen waren zuvor arbeitslos. Sie erhalten freie Fahrt im öffentlichen Nahverkehr und eine Lebensmittelbeihilfe für ihr Engagement. In ihren Gemeinden sind sie Multiplikatoren von Informationen und Botschafter des YDF-Projekts. Mehr als 70 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Nichtregierungsorganisationen wurden als Jugendtrainer ausgebildet. Die Handbücher für Instruktoren und Trainer werden derzeit erarbeitet. Die „Mamelodi 8“ erhielten finanzielle Unterstützung vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) für ein modernes Fußballfeld, das die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) im Township geschaffen hat. Diese Maßnahme war so erfolgreich, dass die deutsche Regierung beabsichtigt, weitere 100 Fußballfelder im Land anzulegen. Die deutsche Regierung beabsichtigt, weitere 100 Fußballfelder im Land anzulegen. YDF begleitet und bewertet das Projekt in regelmäßigen Workshops und nutzt die Ergebnisse, um den YDF-Ansatz, der Fußball als mächtiges Instrument für die Entwicklung Jugendlicher einsetzt, kontinuierlich zu verbessern. Das Projekt ist ein wichtiger Teil der südafrikanisch-deutschen Zusammenarbeit im Rahmen der FIFA-Weltmeisterschaft 2010. Video "Youth Development through Football"Weiterführende Informationen
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AktuellesMit Jugendentwicklung am Ball bleiben Stellvertretender südafrikanischer Sportminister Gert Oosthuizen lobt YDF. Bundestagsabgeordnete zu Gast bei YDF Die Bundestagsabgeordneten Ulla Schmidt und Dagmar Freitag besuchten das Youth Development through Football (YDF) Projekt. Bundeskanzlerin Merkel besucht Jugendfußballprojekt in Südafrika Neben dem Meinungsaustausch mit Präsident Jacob Zuma und dem Besuch bei der deutschen Fußballnationalmannschaft nahm sich Angela Merkel noch Zeit für ein GTZ-Projekt. Südafrika: Gemeinsam gegen HIV und AIDS Fußball ist der Türöffner, um Jugendlichen Wissen zu vermitteln Von einem Kontinent der Krise zu einem Kontinent der Chancen Bundesminister Dirk Niebel besucht die Initiative "Ke Nako Africa" ("Es ist Zeit für Afrika") in Johannesburg. Fußball und Entwicklungszusammenarbeit. Ein Kick für Armutsbekämpfung? Bonn: Gesprächsreihe von GTZ und Rheinischem Merkur Wewe und der Bundesentwicklungsminister Dirk Niebel besucht südafrikanische Nichtregierungsorganisation Soccer4Hope 21. Apr. 2010, Bonn Lässt sich Armut mit Fußball bekämpfen? Mittwochsgespräch zur Zukunft der Entwicklungszusammenarbeit Jugendfußball-Projekt erhält Geld von der Europäischen Union Abkommen zwischen EU und GTZ in Südafrika präsentiert Interesse für eine afrikanische Fußball-WM wecken Caravanamani macht sich auf den Weg, um durch Fußball Friedensbildung zu fördern und Interesse für 2010 zu wecken Champions League und Strassenfussball
Mitglieder des Sportausschusses des Deutschen Bundestages informierten sich in Pretorias Township Mamelodi über das „Youth Development through Football“-Projekt der GTZ GIZ-Weltweit |