Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH bündelt seit dem 1. Januar 2011 die Kompetenzen und langjährigen Erfahrungen von DED, GTZ und Inwent. Weitere Informationen erhalten Sie unter
www.giz.de.
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Klein- und Mittelunternehmen und MikrofinanzenProgrammkurzbeschreibung
Bezeichnung: Förderung der Wettbewerbsfähigkeit und des Wachstums von Klein-und Mittelunternehmen und der Leistungsfähigkeit des Mikrofinanzsektors
Ausgangssituation
Die senegalesische Wirtschaft ist geprägt durch Klein- und Mittelunternehmen (KMU) und einen umfangreichen informellen Sektor. Im Großraum Dakar beschäftigt dieser beispielsweise etwa drei Viertel der aktiven Bevölkerung, trägt aber nur einen geringen Prozentsatz zum Bruttoinlandsprodukt bei. Mit steigendem internationalem Warenangebot und der sukzessiven Öffnung Senegals gegenüber der Europäischen Union können KMU nur überleben, wenn sie ihre Wettbewerbsfähigkeit erhöhen. Die Förderorganisationen sind aber noch wenig darauf vorbereitet wettbewerbs- und wachstumsorientierte Unterstützung zu leisten. Ein weiteres Hindernis liegt im unzureichenden Angebot an bedarfsorientierten Finanzdienstleistungen. ZielWettbewerbs- und wachstumsorientiertes Handeln von kleinen und mittleren Unternehmen wird durch ein förderliches Umfeld, effektive Beratungsdienstleistungen und einen leistungsfähigen Mikrofinanzsektor begünstigt. VorgehensweiseDie GIZ unterstützt das zuständige senegalesische Ministerium bei der Umsetzung seiner nationalen Strategie zur Förderung von Wettbewerb und Wachstum von KMU. Ein wichtiger Aspekt ist dabei die Förderung des öffentlich-privaten Dialogs. Repräsentanten von Regierungsorganisationen und der verfassten Wirtschaft werden dabei beraten, gemeinsam Lösungen für Probleme von kleinen Unternehmen zu erarbeiten, die durch ein ungünstiges Geschäfts-und Investitionsklimas bedingt sind. Die Belange von Unternehmerinnen finden dabei besondere Berücksichtigung. Staatliche und private Anbieter von Unternehmensdienstleistungen sollen in Kooperation mit Forschungsinstitutionen Angebote entwickeln, die auf die mehr Innovation, Wettbewerbsfähigkeit und Wachstum zielen. Ein in Dakar mit Unternehmerverbänden eingeführter PPP-Ansatz (public-private partnership) zur Beratung kleiner Unternehmen durch Unternehmensberater wird im Rahmen des Programms weiter entwickelt und mit Unterstützung der Europäischen Kommission auf vier Regionalhauptstädte ausgedehnt. Seit 2010 engagiert sich die GTZ (jetzt GIZ) auch im Bereich Mikrofinanzen, um das Angebot an nachfragegerechten Finanzdienstleistungen auch für KMU zu verbessern. Dabei wird das zuständige Ministerium unter anderem bei der öffentlichkeitswirksamen Kommunikation zum neuen Mikrofinanzgesetz beraten. Die nationale Regulierungsbehörde für Mikrofinanzen erhält Unterstützung bei der Wahrnehmung ihre Aufgaben bei der Aufsicht und der Konsolidierung des Mikrofinanzsektors. Der nationale Verband der Mikrofinanzinstitutionen APSFD wird bei der Gestaltung von Dienstleistungen für seine Mitglieder unterstützt. Von besonderer Bedeutung werden dabei Schulungsmodule zur sogenannten „finanziellen Grundbildung“ von Kreditnehmerinnen und -nehmern, vor allem aus dem KMU-Bereich, sein. Das Programm wird in enger Kooperation mit der KfW Entwicklungsbank durchgeführt. Die GIZ kooperiert mit Ministerien, staatlichen und nichtstaatlichen Einrichtungen sowie der Privatwirtschaft. Sie unterstützt deren Vernetzung und trägt außerdem zur Koordinierung der Geber bei. Wirkung – Was bisher erreicht wurdeDas für KMU zuständige Ministerium wurde bei der Entwicklung einer nationalen KMU-Förderstrategie beraten, die im Mai 2009 von allen im Sektor tätigen Akteuren verabschiedet wurde. Fünf Unternehmerverbände wurden in die Lage versetzt, dauerhaft Beratungsdienstleistungen für ihre KMU-Mitglieder anzubieten. 900 Klein- oder Mittelunternehmen wurden über jeweils 6 Monate bei der Verbesserung ihrer Managementfähigkeiten begleitet. Fachliche Beratung bei Unternehmen führten zur Entwicklung neuer Produkte, wie von Brot, bei dem einheimisches Getreide mitverarbeitet wird, wodurch der Nährwert erhöht wurde und gleichzeitig die Abhängigkeit von importiertem Weizen verringert werden konnte. Einzelne Maßnahmen zur Erhöhung der Energieeffizienz haben zu Kostensenkungen bei Unternehmen geführt. Ein daraus entwickeltes Angebot für moderierte Unternehmergruppen hat wegen der sich einstellenden Erfolge die Glaubwürdigkeit der Unternehmerverbände bei ihren Mitgliedern erhöht. Verbände haben erste gemeinsame Aktivitäten initiiert. Gemeinsam mit der nationalen KMU-Förderagentur wurde von 11 privaten Trainings- und Beratungsdienstleistern das Netzwerk RESAMPE entwickelt, das seit Mai 2008 bereits über 500 KMU fortgebildet hat. Mittlerweile bietet das Netzwerk seine Aktivitäten landesweit an. Das gemeinsam mit der KMU-Förderagentur entwickelte KMU-Internetportal www.senegal-entreprises.net verzeichnet kontinuierlich 20.000 Besucher pro Monat. Weiterführende Informationen
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