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Themen > Übergreifende Themen > Drogen > Entwicklungsorientierte Drogenpolitik > Hintergrund

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Hintergrund

Mann mit Opiumpfeife. © GTZ 2004.

Entwicklungs- und Transformationsländer sind von der globalen Drogenproblematik besonders betroffen. Traditionell findet der Anbau von Drogenpflanzen vor allem in Entwicklungsländern in Lateinamerika (Kokapflanze), Asien (Schlafmohn) und Nordafrika (Cannabis) statt.

Den Bauern bietet der Anbau von Drogenpflanzen höchstens eine kurzfristige Einkommensquelle und Verbesserung der Lebenssituation. Andererseits verhindert er ein friedliches Zusammenleben, Zugang zu staatlichen Gesundheits- und Bildungsdienstleistungen und einen verbesserten Zugang zu legalen Märkten. Im Rahmen der internationalen Drogenpolitik und UN-Drogenkonventionen sind die Anbauländer mit der Aufgabe konfrontiert, den Anbau von Drogenkulturen zu reduzieren und den weltweiten illegalen Handel zu unterbinden. So existieren nationale, regionale und internationale Strategien und Initiativen, um die Drogenproblematik langfristig und nachhaltig einzudämmen. 

Weltweit konsumieren 200 Millionen Menschen regelmäßig Drogen. Drogenkonsum galt noch vor wenigen Jahren als Phänomen der reichen Industrieländer. Doch längst haben Entwicklungs- und Transformationsländer in einem weit größeren Ausmaß mit dem Drogenmissbrauch in ihren Bevölkerungen und den einhergehenden gesundheitlichen und sozialen Folgen zu kämpfen – so gehen unter anderem 5 bis 10 Prozent aller HIV-Infektionen weltweit auf den Drogenkonsum zurück.

Weitere negative Begleiterscheinungen wie Beschaffungskriminalität, Prostitution und Schattenwirtschaft greifen tief in gesellschaftliche, politische und volkswirtschaftliche Prozesse ein. Staatliche und nicht-staatliche Instanzen in Partnerländern stehen unter schwierigen Rahmenbedingungen der Herausforderung gegenüber, effektive und qualitative Suchtpräventions- und Behandlungsangebote zu entwickeln. Dabei wird zunehmend mit neuen und auch bewährten Lösungsansätzen gearbeitet, die von einem rein repressiven zu einem mehr gesundheitsorientiertem Ansatz übergehen. 


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