Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH bündelt seit dem 1. Januar 2011 die Kompetenzen und langjährigen Erfahrungen von DED, GTZ und Inwent. Weitere Informationen erhalten Sie unter
www.giz.de.
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UN-Simulation in EcuadorIn einem Modellversuch wurde erstmals in der deutschen EZ eine UNO-Simulation – ein so genanntes Model United Nations (MUN) – durchgeführt. Damit wagte die GTZ ein Experiment: Sie verband die Wissensvermittlung zu den Themen Korruptionsprävention und Entwicklungsorientierte Drogenpolitik mit einer Methode, die den Teilnehmenden hautnah vermittelte, wie viele unterschiedliche Interessen der Staatenwelt in den Vereinten Nationen zusammenwirken und wie schwierig es oft ist, einen Konsens zu finden. 54 Studierende aus ganz Ecuador, die an der Schwelle zum Berufsleben stehen, schlüpften im Juni 2008 eine Woche lang in die Rolle von internationalen Diplomaten. Sie setzten sich mit Aufbau und Wirkungsweise des internationalen Regimes zur Drogenkontrolle und Korruptionsprävention, dessen positiven und negativen Folgen und dem Zusammenwirken mit den Regierungspolitiken einzelner Länder auseinander und erarbeiteten mögliche Alternativen. Ziel des EcuadorMUN war es, den Teilnehmenden die Wirkungsweise des UN-Systems und seiner Regelwerke zu den beiden Themen Drogenpolitik und Korruptionsbekämpfung nahe zu bringen. So sollte auch der öffentliche Diskurs zur Drogen- und Korruptionspolitik in Ecuador aktiv mitgestaltet werden - Themen, die in Zusammenhang mit der neu verabschiedeten Verfassung besonders aktuell sind. Die engagierten Studierenden aus allen Landesteilen gründeten unter anderem ein Netzwerk und fungieren an ihren Universitäten als Multiplikatoren für das Gelernte. Carlos Caranqui, ein Teilnehmer aus der Indigenen-Comunidad Lucero Loma Zatikahwan, formuliert es so: "Das EcuadorMUN sehe ich als eine ideale Schule für diejenigen, die dieses Land und diese Welt verändern wollen – mit Bildung, Respekt und Kultur." Zur Vorbereitung der Simulation dienten neben den direkt vor Ort durchgeführten Workshops unter anderem ein Manual und verschiedene thematische und inhaltliche Factsheets. Diese stellten den Ablauf von UNO-Simulationen und die Arbeitsweise der UN zur Drogen- und Korruptionskontrolle dar. Während der Simulation erarbeiteten die Teilnehmenden Resolutionen. Nach dem MUN fanden zwei thematische Workshops zu den Themen Entwicklungsorientierte Drogenpolitik und Korruption statt.
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