GIZ - Deutsche Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit

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Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH bündelt seit dem 1. Januar 2011 die Kompetenzen und langjährigen Erfahrungen von DED, GTZ und Inwent. Weitere Informationen erhalten Sie unter
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Themen > Übergreifende Themen > Armut > Strategien zur Armutsbekämpfung (PRS) > Ergebnisse

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Ergebnisse: Fünf Jahre PRSP - Erfolge und Herausforderungen

Im Jahre 2005 sprechen die Zahlen für den Erfolg des PRSP-Ansatzes. Mehr als vierzig Länder setzen gerade ihre nationalen Armutsbekämpfungsstrategien um. Über zwanzig von ihnen haben bereits mindestens einen Fortschrittsbericht verfasst. Die Implementierung der PRS dauert im Schnitt drei Jahre, so dass inzwischen drei Länder  bereits die „zweite Generation“ komplett überarbeiteter PRSPs umsetzt. Unter denjenigen, die bisher noch kein PRS erarbeitet haben, befinden sich hauptsächlich instabile und von Konflikten gezeichnete Staaten.

Auch qualitativ zeigt der PRS-Prozess deutlich positive Auswirkungen. PRSPs haben dazu beigetragen, das Thema Armutsbekämpfung auf der internationalen Agenda und in den einzelnen Ländern als Kernthema zu verankern. Die Partizipation der Zivilgesellschaft wie auch von Parlamenten hat seit Beginn des Prozesses zugenommen. In einigen Ländern waren es die PRSPs, die zum ersten Mal einen Dialog zwischen Regierung und Zivilgesellschaft initiierten. Auch die Beschäftigung mit Wirkungen, Monitoring und Indikatorenwahl hat durch die PRSP stark zugenommen. Auch die Abstimmung zwischen den einzelnen Geberländern hat sich verbessert.

Schwierigkeiten und Handlungsbedarf

Dennoch bleiben große Herausforderungen bestehen. Konträre politische und ökonomische Interessen und unzureichende institutionelle Kapazitäten führen zu einer ungenügenden Priorisierung der in Armutsbekämpfungsstrategien anvisierten Aktivitäten. Dies reduziert die Steuerbarkeit des Prozesses. Auch die Einbindung der Parlamente und der Zivilgesellschaft ist häufig noch nicht ausreichend bzw. langfristig sichergestellt. Weiterhin fehlen Kapazitäten zur Umsetzung der Strategien, vor allem im Finanzmanagement. Auf Seiten der Geber gehen wertvolle Synergieeffekte dadurch verloren, dass viele Möglichkeiten zur besseren Koordination ungenutzt bleiben. Auch die Frage der „ownership“, also der Verantwortlichkeit auf Seiten der Partnerländer, ist häufig problematisch, ebenso wie die Kopplung der Strategien mit der Millenniumserklärung und den Millenniumsentwicklungszielen.

Bei den festgestellten Problemen setzt die GIZ im länderspezifischen Kontext an. Hier einige Beispiele:

  • Die PRS-Strategieberatung in Armenien bewirkte eine Fokussierung der PRS auf wesentliche Handlungsfelder, wobei die Zivilgesellschaft als Partner miteinbezogen wurde.
  • In Guinea hat die Einrichtung eines partizipatives Monitoringsystems die Verankerung und Akzeptanz der PRS in der Gesellschaft erhöht.
  • Im Jemen wurde ein integriertes Monitoringsystem aufgebaut, das die Vereinbarkeit sektoraler Strategien mit den Zielen der PRS und übergreifenden Entwicklungszielen sicherstellt.
  • In Kenia wurde das Finanzmanagement durch die Einführung gender-orientierter Budgetierung bei der PRS-Unterstützung verbessert.

Eine detaillierte Beschreibung dieser und weiterer Beispiele, des Ansatzes und der Erfahrungen der GIZ (ehemals GTZ) finden Sie in der Schrift „Making PRS Work“, einem Beitrag zum PRS-Review 2005 (siehe rechte Spalte).


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