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Themen > Übergreifende Themen > Armut > Strategien zur Armutsbekämpfung (PRS) > Hintergrund

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Dr. Ute Böttcher
Tel.: +49 6196 79-1287
Fax: +49 6196 79-801287
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Hintergrund - Entstehung des PRS-Ansatzes

Die HIPC-Initiative - Schuldenerlass mit Auflagen

Im Jahre 1996 begannen Weltbank und Internationaler Währungsfonds (IWF) eine umfassende Initiative zur Reduzierung der externen Schuldenlast der hoch verschuldeten Entwicklungsländer (HIPC)-Länder, die so genannte „Entschuldungsinitiative“ oder „HIPC-Initiative“. Ein weltweites Bündnis von Nichtregierungsorganisationen kritisierte, dass die Schritte nicht weit genug gingen. Daraufhin wurde im Jahre 1999 auf dem G7-Gipfel in Köln die Ausweitung der Initiative beschlossen. Die Entschuldungsinitiative sieht eine weit reichende Entschuldung der HIPC-Länder vor. Allerdings müssen sich im Gegenzug die Partnerländer darauf verpflichten, ihre Entwicklungspolitik auf die Armutsbekämpfung auszurichten. Sie erstellen Armutsstrategiepapiere nach den Prinzipien der Transparenz, Partizipation und Eigenverantwortlichkeit.

Anspruch des PRS-Ansatzes
Bei der Entscheidung für das Modell nationaler Armutsbekämpfungsstrategien (Poverty Reduction Strategies, PRS) war die Annahme maßgeblich, dass die durch die Entschuldung freigegebenen Mittel nun im Sinne einer klaren und nachhaltigen Armutsminderung eingesetzt werden. Im einzelnen verspricht man sich von PRS :
  • Armutsbekämpfung wird als gesamtgesellschaftliche Herausforderung angenommen, an der auch Parlament, Zivilgesellschaft und Bürger teilhaben.

  • Die Vielschichtigkeit von Armut und ihrer Ursachen werden anerkannt und  in den Strategien der Armutsbekämpfung  berücksichtigt.

  • Es werden mittel- und langfristige Strategien festgelegt und mit klaren Erfolgsindikatoren belegt.

  • Die Fortschritte bei der Umsetzung der Strategien werden analysiert und öffentlich diskutiert  (PRS-Monitoring)

  • Eine konsequente Armutsorientierung der nationalen Politik macht die Entwicklungszusammenarbeit effizienter und effektiver. Eine bessere Abstimmung zwischen den Geberländern trägt ebenfalls zu diesem Ziel bei.



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