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Herr Knut Kröger
E-Mail: knut.kroeger@gtz.de

Naturschutz Bayanga

Projektkurzbeschreibung

Bezeichnung: Naturschutz Bayanga
Auftraggeber: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
Land: Zentralafrikanische Republik
Politischer Träger: Ministère des Eaux, Forets, Chasses et Peche
Gesamtlaufzeit: August 1989 bis Dezember 2009

Ausgangssituation

Im Südwesten der Zentralfrikanischen Republik liegt das 1990 ausgewiesene Schutzgebiet "Dzanga-Sangha" (Réserve Spéciale des Forêts Denses de Dzanga-Sangha). Es ist aufgrund seiner Biodiversität, insbesondere durch zahlreiche große Säugetiere wie Waldelefanten, Waldbüffel, Flachland-Gorilla, von überregionaler Bedeutung. Teile des Gebiets unterliegen einem totalen Nutzungsverbot, andere Zonen sind für kommerzielle Zwecke wie Holzeinschlag und Jagd sowie für die traditionelle Nutzung durch die ansässige Bevölkerung freigegeben.

Während die ursprünglich hier lebende Bevölkerung, darunter Aka-Pygmäen und eine Fischerei betreibende Bantugruppe, keinen schädlichen Einfluss auf die Natur ausüben, betreiben die durch die Holzunternehmen aus verschiedenen Landesteilen angezogenen Immigranten neben der Lohnarbeit auch Landwirtschaft. Dabei werden die zugelassenen Anbauzonen oft überschritten, es besteht eine Tendenz zur illegalen Ausweitung der Flächen im Umfeld des Schutzgebietes sowie zur unkontrollierten Jagd.

Ziel

Der WWF begann 1989 zum Schutz der natürlichen Ressourcen in der Zentralafrikanischen Republik mit der Unterstützung der Verwaltung der Schutzgebiete. Im Vordergrund stand die Überwachung der geschützten Gebiete, später kamen Entwicklungsaktivitäten zu Gunsten der Bevölkerung hinzu, die dem Konzept "Integrated Conservation and Development Project" (ICDP) entsprechen.  
 
Seit 1993 beteiligt sich die deutsche Technische Zusammenarbeit an dem Vorhaben. Mit dem Projekt wird ein wichtiges politisches Anliegen des Partnerlandes, der Erhalt der Biodiversität und der Ökosysteme in einem zentralen Teil des Kongobeckens, sichergestellt. Dieses Ziel haben die 7 Anrainerstaaten des Kongobeckens in der Gründungsakte der grenzübergreifenden Tropenwaldinitiative, COMIFAC, festgeschrieben und durch die Gründung des tri-nationalen Schutzgebietes TNS (Tri-National de la Sangha), zu dem der Park Dzanga-Sangha gehört, konkretisiert.

Zielgruppen sind die dörfliche Bevölkerung und die am Schutz und an der Bewirtschaftung der natürlichen Ressourcen in den Randzonen und im Schutzgebiet "Dzanga-Sangha" Beteiligten.

Vorgehensweise

Das Projekt hat folgende Aufgaben:  

  • Beratung und Unterstützung des Parkmanagements beim Aufbau einer nachhaltigen, partizipativen und transparenten Schutzgebietsverwaltung sowie bei Entwicklungsmaßnahmen im Parkumfeld.
  • Unterstützung des Ministeriums bei der Einführung von Steuerungs-, Förder-, Kontroll- und Repressionsinstrumenten für partizipatives und nachhaltiges Management der natürlichen Ressourcen.
  • Förderung des Ökotourismus: Einführung in die Lebensweise der Aka-Pygmäen, Besichtigung der wildreichen Urwaldlichtungen (Salinen) sowie das (weltweit nur hier mögliche) Zusammentreffen mit Flachland-Gorillas, zur Gewinnung von Einnahmen für die Unterhaltung des Schutzgebietes.
  • Prozessbegleitung und Koordination der regionalen Initiativen (COMIFAC-Initiative, AFLEC, etc.).

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Herr Knut Kröger
E-Mail: knut.kroeger@gtz.de
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