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Benachteiligte Menschen
Von weltweit etwa 600 Millionen Menschen mit Behinderungen leben 70 Prozent in Entwicklungsländern, in manchen Ländern leiden bis zu 10 Prozent der Bevölkerung an einer Form von Behinderung. Ursachen dafür sind Krankheiten, Ernährungsmängel, falsche oder fehlende Behandlung, physische und psychische Gewalt und Krieg, Unfälle am Arbeitsplatz und im Straßenverkehr sowie zunehmend auch altersbedingte Erkrankungen. Die Mobilisierung des sozialen und volkswirtschaftlichen Potentials behinderter Menschen ist von grundlegender Bedeutung im Kampf gegen Armut und zur Erreichung der UN-Millenniumsentwicklungsziele. Dem Weltentwicklungsbericht 2006 zufolge, sind aber Menschen mit Behinderung in vor allem in Entwicklungsländern in höherem Ausmaß von Armut, fehlender Schulausbildung und Arbeitslosigkeit betroffen als nicht behinderte Menschen. Daher werden Konzepte benötigt, die ihnen die gleichberechtigte Teilnahme am sozialen, politischen und beruflichen Leben ermöglichen. Das Programm der deutschen Bundesregierung zur weltweiten Bekämpfung der Armut (AP 2015) benennt Menschen mit Behinderungen ausdrücklich, wenn es um die Einbeziehung von vulnerablen Gruppen in Sozialschutzsysteme und den Zugang zu Dienstleistungen im Gesundheits- und Bildungswesen geht. Auch in anderen Bereichen unterstützt die GTZ im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) Projekte zur Förderung von behinderten Menschen. Neben Vorhaben, die sich direkt an Menschen mit Behinderungen richten, führt die GTZ weltweit eine Vielzahl von Maßnahmen durch, von denen auch (aber nicht ausschließlich) Menschen mit Behinderungen profitieren. Dazu gehören Projekte und Programme zur Vermeidung von Krankheiten, die Verbesserung des Zugangs armer Bevölkerungsgruppen zu sozialen Diensten und die Stärkung der Rechte benachteiligter Menschen. Mehr zu diesen Themen:
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