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Themen > Soziale Entwicklung > Soziale Sicherheit > PSIA > Deutscher Armuts- und Sozialanalysefonds

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Deutscher Fonds für Armuts- und Sozialanalyse

Die Weltbank hat in kurzer Zeit Wesentliches für die Verankerung des Ansatzes in ihrem Hause erreicht. In den letzten 3 Jahren sind ca. 100 PSIA durchgeführt worden, davon 62 in Ländern mit umfassenden Armutsbekämpfungsstrategien (Poverty Reduction Strategies – PRS), überwiegend in Afrika. PSIA soll nach Vorstellung der Weltbank für alle makro-ökonomischen und strukturellen Politikreformen angewendet werden, was jedoch keine Entwicklungs-Organisation alleine bewerkstelligen kann. Deshalb bemüht sich die Weltbank um Partnerschaften mit anderen Gebern und Forschungsinstituten.

Um diese Chancen strategisch nutzen zu können, hat das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung 2004 über die GIZ einen Treuhandfonds bei der Weltbank eingerichtet. Ziel ist es, die systematische und transparente Anwendung von PSIA bei der Kreditvergabe der Weltbank zu fördern und die Weiterentwicklung des Ansatzes zu unterstützen. Der Treuhandfonds soll auch eine bessere Verzahnung zwischen der bi- und multilateralen Entwicklungszusammenarbeit (EZ) katalysieren.

Eine verbesserte Zusammenarbeit bei der Entwicklung und Anwendung von Armuts- und Wirkungsanalysen wird als ein effektives Instrument zur Unterstützung der Erarbeitung und Umsetzung von Armutsbekämpfungsstrategien in den Partnerländern und als Beitrag zur besseren Geberharmonisierung gesehen.

Der Treuhandfonds ist innerhalb der Weltbank in der Abteilung für soziale Entwicklung angesiedelt und arbeitet eng mit dem Bereich der Armutsbekämpfung und Wirtschaftspolitik zusammen. Die Erfahrungen nach einem knappen Jahr der Umsetzung lassen den Ausblick zu, dass die Struktur des Treuhandfonds ein geeignetes Instrument ist, um Einfluss auf die Entwicklung und Verankerung entwicklungspolitischer Ansätze in der Weltbank und in deutschen Organisationen zu nehmen. Schon in seiner ersten Phase hat der Treuhandfonds maßgeblich dazu beigetragen, PSIA als Instrument zur Politikfolgenabschätzung in der Weltbank besser zu verankern. So ist PSIA jetzt Teil der Richtlinien für die Kreditvergabe. 17 neue PSIAs wurden ko-finanziert. Die Formen der Kooperation zwischen Weltbank und deutscher EZ reichen von der Kommentierung der PSIA-Vorschläge über die Unterstützung der Verbreitung der Ergebnisse bis zur vollen Integration der GIZ bzw. KfW bei der Durchführung der Analyse und des Politikdialogs. Der Treuhandfonds hat auch eine bessere Geberkoordinierung bei armutsorientierten Wirkungsanalysen gefördert. Dies insbesondere durch den Aufbau und die Mitgestaltung von Foren für den Erfahrungsaustausch und der Erarbeitung gemeinsamer methodischer Produkte und Förderstrategien für PSIA.

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