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Themen > Soziale Entwicklung > Soziale Sicherheit > PSIA > Ansatz

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Weitere Informationen zu diesem Thema erhalten Sie von:
Elke Kasmann
Tel.: +49 6196 79-6451
Fax: +49 6196 79-1366
E-Mail: elke.kasmann@giz.de

Ansatz

Eine PSIA ist vor allem dann notwendig, wenn eine Reform erhebliche Auswirkungen auf die arme Bevölkerung hat oder haben kann, von hoher Bedeutung für die nationale Politik ist oder von starken Kontroversen begleitet wird. PSIA kann vor, während oder nach der Umsetzung einer Reform durchgeführt werden. Es ist aber wichtig, frühzeitig mit der Analyse anzufangen, damit die Ergebnisse in den Politikdialog und die Ausgestaltung der Reform einfließen können.

Die Analyse soll nicht nur abschätzen, welche Wirkungen die Reform haben kann, sondern auch erklären, wie diese Wirkungen zustande kommen. Dafür bietet der Ansatz einen Analyserahmen, der bei der Konzeption der jeweiligen Studien helfen soll. Von Anfang an sollen die Beteiligten und Betroffenen der Reform identifiziert werden. Wichtig ist auch das Verständnis der Institutionen und der „Spielregeln“, die das Verhalten der Akteure beeinflussen. Ein zentraler Schritt der Analyse ist die Beschreibung der Übertragungsmechanismen der Reformwirkungen. Zu diesen gehören:

  • Arbeitsmarkt
  • Preise für Produktion, Arbeit und Konsum
  • Zugang zu Gütern und Dienstleistungen
  • soziales, menschliches, finanzielles und natürliches Kapital
  • Transfers und Steuern
  • Autoritätsbeziehungen.

Anschließend werden Daten und Informationen erhoben, die Aussagen über die Natur und das Ausmaß der Reformwirkungen erlauben. Darauf aufbauend werden die Risiken identifiziert und Optionen für eine Anpassung der Reform erwogen. Eine breite Auswahl von Methoden kommt bei einer PSIA zum Einsatz: Soziale, ökonomische und politische Analysen werden miteinander kombiniert. Qualitative Untersuchungen helfen, die Wirkungsmechanismen zu erklären, während quantitative Auswertungen allgemeingültige Zusammenhänge statistisch nachweisen. Die Spannbreite der möglichen Instrumente reicht von partizipativen Wirkungsanalysen bis zu ausdifferenzierten ökonomischen Modellen. Wichtiger Teil des Ansatzes ist die Verbindung der Analyse mit dem politischen Dialog. Eingangspunkte für Beteiligung gibt es viele: Von der Auswahl des Themas für die PSIA, zur Definition der Fragestellungen, Diskussion der Zwischenergebnisse oder Entwicklung der Umsetzungsempfehlungen. So kann die Informationsbasis der Entscheidungen verbessert, deren Transparenz erhöht und die Unterstützung der Partner während der Durchführung verbessert werden.

PSIAs sollten in erster Linie auf die Bedürfnisse der Akteure in den Partnerländern antworten. In deren Durchführung sollten einheimische Experten möglichst umfassend eingebunden werden. Allerdings sind dafür Kapazitäten notwendig, die nicht immer vorhanden sind. Deshalb sind Maßnahmen zum Aufbau von dauerhaften Kompetenzen und Strukturen für armutsorientierte Wirkungs- und Sozialanalysen und deren Verwertung in politischen Entscheidungsprozessen in den Partnerländern notwendig.

Die GIZ unterstützt Partnerinstitutionen aus Regierung und Zivilgesellschaft in den Entwicklungsländern dabei

  • Kapazitäten und Fachkompetenz für die Beauftragung und Durchführung von PSIA und verwandten Analysen aufzubauen,
  • die erfolgten Analysen als Grundlage für die politische Debatte und Entscheidungsfindung heranzuziehen,
  • PSIAs in nationale Strategien (wie PRS) und politische Entscheidungsstrukturen einzubinden und
  • qualitative und quantitative Methoden für armutsbezogene Wirkungsanalysen zu entwickeln und anzuwenden.

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