Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH bündelt seit dem 1. Januar 2011 die Kompetenzen und langjährigen Erfahrungen von DED, GTZ und Inwent. Weitere Informationen erhalten Sie unter
www.giz.de.
![]() |
|
Ansprechpartner
Weitere Informationen zu diesem Thema erhalten Sie von:
Elke Kasmann Tel.: +49 6196 79-6451 Fax: +49 6196 79-1366 E-Mail: elke.kasmann@giz.de |
HintergrundIn den 80er und 90er Jahren standen im Rahmen der Strukturanpassungsprogramme von Weltbank und IWF wirtschaftliche Reformen im Mittelpunkt der internationalen Entwicklungszusammenarbeit. Die Erfahrungen haben aber gezeigt, dass das Zusammenspiel von Privatisierung, Liberalisierung und makroökonomische Stabilisierung nicht ausreicht, um die Armut zu bekämpfen. Im Gegenteil: Manchmal verschärften diese Maßnahmen sogar die soziale und wirtschaftliche Situation breiter Teile der Bevölkerung. Diese Erkenntnis führte zu einer Neuorientierung der internationalen Entwicklungspolitik. Entwicklungsländer verpflichteten sich, nationale Armutsbekämpfungsstrategien (Poverty Reduction Strategies – PRS) zu erstellen, die handlungsleitend sowohl für die nationale Politik wie auch für die internationale Zusammenarbeit sein sollen. Im Unterschied zu den standardisierten Reformansätzen der Strukturanpassungszeit, sollen diese unter breiter gesellschaftlicher Beteiligung von den Ländern eigenständig entwickelt werden. Heute sind PRS zentrale Planungs- und Steuerungsinstrumente der Regierungen und internationaler Entwicklungsakteure. Auch in Ländern mittleren Einkommens, die kein PRS haben, hat sich die Erkenntnis durchgesetzt, dass wirtschaftliches Wachstum alleine keine Garantie für allgemeinen Wohlstand ist. Wenn nicht Maßnahmen getroffen werden, um die arme Bevölkerung an diesem Wachstum teilhaben zu lassen, führt dies zu wachsender sozialer Ungleichheit und Armut. Voraussetzung für eine erfolgreiche Armutsbekämpfung ist aber neben dem politischen Willen auch ein besseres Verständnis der geeigneten Ansätze und der eventuellen Risiken bestimmter Maßnahmen für die arme Bevölkerung. Um die positiven Wirkungen der Reformen zu stärken und die negativen zu vermeiden oder auszugleichen, ist die Abschätzung der Folgen von geplanten Maßnahmen unabdingbar. Genauso wichtig ist es, diese Analysen mit den politischen Verhandlungen in den jeweiligen Ländern zu verbinden. Vor diesem Hintergrund hat die Weltbank, gemeinsam mit anderen Organisationen, das Konzept der Poverty and Social Impact Analysis (PSIA) entwickelt. Die GIZ hat sich an dem Prozess der Erprobung und Weiterentwicklung ebenfalls beteiligt. |