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Grundsicherung

District Social Welfare Office, Sambia ©GTZ

Länder wie Brasilien, China oder Südafrika haben in den vergangenen Jahren nicht nur Hunger und Armut beeindruckend reduziert, sondern auch deutliche Fortschritte bei der Grundbildung für Kinder gemacht und die Säuglings- wie Kindersterblichkeit reduziert. Gemeinsam ist diesen Ländern, dass sie ihre Systeme zur Grundsicherung konsequent ausgebaut haben.

Beispiel: El Salvador
Im Programm „Red Solidaria” in El Salvador sind die Leistungen des so genannten konditionierten Sozialtransfers an extrem arme Haushalte an den regelmäßigen Schulbesuch der Kinder und die Teilnahme an Gesundheitsvorsorge gebunden. Das Geld  wird an Frauen als Haushaltsvorstand ausgezahlt. Insgesamt wurden bis Ende 2009 zirka 120.000 Frauen und deren Familien durch Red Solidaria erreicht. Fortschritte lassen sich vor allem bei der Bildungs- und Gesundheitssituation der Kinder der erkennen:

  • In den ersten 15 Gemeinden, in denen das Programm eingeführt wurde, stieg die Zahl der Einschulungen in Vorschulen im ersten Jahresdrittel 2006 verglichen zum ersten Jahresdrittel 2005 um 23 Prozent. In den Klassen 1 bis 3 erhöhte sich die Zahl um 6 Prozent. In den Klassen 3 bis 6 wurden 9 Prozent mehr Schulkinder registriert
  • Die Zahl der Vorsorgeuntersuchungen für Kinder bis 5 Jahre steigerte sich im Vergleich zum Vorjahr um 47 Prozent und die Zahl der Schwangerschaftsvorsorgeuntersuchungen um 42 Prozent.

Beispiel: Sambia
Die sambische Regierung will mit einer Grundsicherung die ökonomische Situation extrem armer Menschen verbessern. In einem Pilotvorhaben im Kalomo Distrikt, das die GIZ zwischen 2001 und 2007 im Auftrag der Bundesregierung durchführte, wurden kleine Geldbeträge an 10.000 Haushalte ohne Arbeitseinkommen ausgezahlt. Mehr als die Hälfte der Haushalte wurde von Senioren geführt. Viele ziehen die Enkelkinder ihrer an Aids gestorbenen Söhne und Töchter auf. Evaluierungen zeigen:

  • Die Anzahl der Haushalte, die nur eine Mahlzeit am Tag zu sich nehmen, sank von 19 auf 13 Prozent.
  • Die Einschulungsrate verbesserte sich ebenfalls und lag nach der Einführung des Sozialtransfers bei 79,2 Prozent.
  • Die Anzahl der Haushalte, die Geld in Produktionsmittel und produktive Tätigkeiten investierten vervierfachte sich und stieg von 14 auf 50 Prozent. Die durchschnittliche Höhe der lokal getätigten Investitionen verdoppelte sich.

Die Regierung hat beschlossen, Sozialtransfers als nationales Programm auf Landesebene einzuführen.

Beispiele aus unserer Arbeit


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